Ein neuer Rekord in der Luftfahrt: Ein Flugzeug landete auf dem Dach eines fahrenden Zuges

In der fast hundertjährigen Geschichte der Luftfahrt hat noch nie jemand ein solches Manöver durchgeführt. Tausende von Flugshows wurden am Himmel gezeigt, diverse Rekorde aufgestellt, doch die Landung eines Flugzeugs auf dem Dach eines fahrenden Zuges klingt wie eine Fantasie. Doch dieses Mal wurde diese Fantasie Wirklichkeit: Das Projekt mit dem Namen „Train Landing“ führte am 15. Februar 2026 in der Nähe der türkischen Stadt Afonkarahisar zu einem historischen Flug.
Für den Rekordflug nutzte der Pilot die Kosta Zivko Edge 540. Dieses einsitzige Sportflugzeug ist mit einem 400 PS starken Motor ausgestattet und zeichnet sich durch seine Wendigkeit und sein agiles Flugverhalten aus. Im entscheidenden Moment traf das Flugzeug präzise das Dach des Waggons und landete nur einen Millimeter daneben. Doch damit war der Stunt noch nicht vorbei: Der Pilot beschleunigte fast ohne Pause wieder und hob erneut vom Zugdach ab.
Die Schwierigkeit dieses Manövers lag nicht allein in der Landung auf dem Zug. Um synchron mit dem Zug zu fliegen, musste Costa die Geschwindigkeit auf etwa 87 Kilometer pro Stunde reduzieren. Dies ist ein sehr heikler Bereich für ein Sportflugzeug: Sinkt die Geschwindigkeit nur geringfügig, kann die Stabilität verloren gehen; steigt sie nur leicht an, erhöht sich das Risiko, das Dach des Waggons zu überfliegen. Zudem musste eine ideale Landebahn eingehalten werden: Das Dach des Waggons lässt kaum Spielraum für Fehler; eine Sekunde Verzögerung oder eine Drehung um ein Grad – und alles ist ruiniert.
Erschwerend kam die eingeschränkte Sicht hinzu. Der Anstellwinkel bei der Landung, die Flugdynamik und die schnellen Entscheidungen in geringer Höhe erforderten vom Piloten höchste Konzentration. Die gesamte Sequenz – vom Anflug über die Landung bis zum Start – dauerte etwa 50 Sekunden. In dieser kurzen Zeit wurde der Stunt auf einer Strecke von rund 2,5 Kilometern durchgeführt.
Das Interessanteste daran ist, dass es sich nicht um eine spontane Einfallstor handelt. Die Vorbereitungen für das Projekt begannen bereits 2024. Das Red Bull-Team aus Ingenieuren und Piloten führte Dutzende von Simulationen durch, erstellte aerodynamische Berechnungen und arbeitete jedes Detail aus, um das Fehlerrisiko zu minimieren. Einige Elemente wurden sogar separat auf einer beweglichen Plattform in Kroatien geprobt. Die letzte Phase war der kritischste Teil: Sie erforderte perfekte Koordination in den durch den Zug verursachten Turbulenzen, eine präzise Steuerung des Flugzeugs und gleichzeitig die Aufrechterhaltung von Geschwindigkeit und Balance.
Daher wäre es falsch, diesen Stunt als bloße Show zu betrachten. Es handelt sich um ein Ereignis, bei dem höchste Präzision in Flugkünsten, menschlicher Reaktionsfähigkeit und Ingenieurskunst zusammenkommen. Kurz gesagt: nicht einfach nur eine weitere „Achterbahnfahrt“ am Himmel – ein neuer Meilenstein in der Geschichte der Luftfahrt.
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