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Gold und Silber fielen stark: Schockkorrektur am Markt…

Gold und Silber fielen stark: Schockkorrektur am Markt…

Am 2. Februar kam es am Edelmetallmarkt zu einem unerwarteten Schock: Der Goldpreis fiel von einem historischen Höchststand von rund 5.600 US-Dollar pro Feinunze auf 4.400 bis 4.800 US-Dollar. Dies entspricht einem Rückgang von etwa 15 bis 20 Prozent. Kurz gesagt: Gold, das gestern noch als sicherer Hafen galt, hat heute etwas an Stabilität eingebüßt.

Die Lage bei Silber hat sich noch verschärft. Ein Rückgang von 120 auf 75 bis 80 US-Dollar pro Unze bedeutet einen Verlust von fast 30 Prozent innerhalb kürzester Zeit. Die Marktstimmung hat sich also innerhalb weniger Handelstage dramatisch verändert.

Analysten zufolge ist eine solch große Kursschwankung selbst für den für seine Volatilität bekannten Edelmetallmarkt ungewöhnlich. Es handelt sich hierbei nicht um eine kurzfristige Kursbewegung, sondern um eine ernsthafte Reaktion.

Schlüsselfaktoren für den Einbruch

1) Massenhafte Gewinnmitnahmen nach Rekordhochs

Gold und Silber haben im Laufe des Jahres 2025 aufgrund geopolitischer Instabilität und der hohen Nachfrage nach sicheren Anlagen deutlich an Wert gewonnen. Nach Erreichen von Rekordhochs reagieren große Investoren und Fonds instinktiv mit Gewinnmitnahmen. Diese Welle massiver Gewinnmitnahmen könnte den Markt nach unten gezogen haben.

2) Veränderte Erwartungen an die US-Notenbank

Zusätzlicher Druck auf den Markt entstand durch Nachrichten und Erwartungen rund um die US-Notenbank. Investoren reagierten auch auf Berichte, wonach Kevin Warsh möglicherweise Präsident der Federal Reserve werden könnte. Warsh gilt allgemein als Befürworter einer restriktiveren Geldpolitik.

Was bedeutet das? Sinkt die Wahrscheinlichkeit einer raschen und umfassenden Zinssenkung, werden zinslose Anlagen – insbesondere Gold und Silber – für Anleger plötzlich weniger attraktiv. Infolgedessen wird der Markt auf Leerverkäufe setzen.

3) Dollar-Stärkung

Der Dollar hat vor dem Hintergrund der Erwartungen hinsichtlich Zinsen und Einkommen an Wert gewonnen. Bei einem stärkeren Dollar geraten Edelmetalle üblicherweise unter Druck: Sie erscheinen Anlegern in anderen Währungen teurer, und die Nachfrage kann sinken. Dadurch lastet ein weiterer Druck auf den Preisen.

Marktreaktion und weitere Szenarien

Experten betonen, dass dieser Rückgang in vielen Fällen als „Korrektur nach einem starken Anstieg“ zu verstehen ist. Der Markt kühlt sich also nach Rekordhochs ab und lässt Luft ab.

Die weitere Entwicklung hängt von drei Schlüsselfaktoren ab:

- Konkrete Maßnahmen und Signale der Fed;

- Die geldpolitische Ausrichtung der Fed;

- Die nächste Entwicklung des US-Dollars.

Sollten die Erwartungen an eine restriktive Geldpolitik anhalten, dürfte der Druck auf den Metallmarkt weiter bestehen. Lockern sich die Erwartungen, könnten Gold und Silber sich sogar erholen. Die bisher treffendste Schlussfolgerung ist, dass der Markt schnell emotional reagiert, was bedeutet, dass in naher Zukunft mit größeren Schwankungen zu rechnen ist.

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