Die Geburtenrate in Südkorea ist gestiegen, aber die Zahl der Todesfälle ist noch höher.

Obwohl die Zahl der Geburten in Südkorea im zweiten Jahr in Folge ein positives Wachstum verzeichnet hat, schrumpft die Bevölkerung des Landes weiterhin. Als Grund wird genannt, dass die Zahl der Todesfälle nach wie vor deutlich höher ist als die der Geburten. Dies berichteten lokale Medien.
Offiziellen Angaben zufolge wurden im vergangenen Jahr 258.242 Neugeborene im Land registriert. Diese Zahl liegt etwa 15.000 über dem Wert von 2024 und hat vor dem Hintergrund des Rückgangs der letzten Jahre gewisse Hoffnungen geweckt. Gleichzeitig erreichte die Zahl der Todesfälle jedoch 366.149 und lag damit ebenfalls über dem Vorjahreswert.
Infolgedessen überstieg die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen 107.000 Personen, und es wurde festgestellt, dass der natürliche Bevölkerungsrückgang bereits seit sechs Jahren anhält.
Regional betrachtet wurde die höchste Zahl an Geburten in der Provinz Gyeonggi verzeichnet, wo mehr als 77.000 Kinder geboren wurden. Es folgen Seoul und die Stadt Incheon. Unter den Städten bleibt Hwaseong Spitzenreiter bei der Zahl der Geburten.
Die Analyse der demografischen Struktur zeigt, dass den größten Bevölkerungsanteil die 50-Jährigen ausmachen. Danach folgen die Altersgruppen ab 60 Jahren sowie die mittleren Altersgruppen. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen hingegen nimmt von Jahr zu Jahr weiter ab.
Experten weisen darauf hin, dass trotz des teilweisen Anstiegs der Geburten die Alterung der Bevölkerung und der Rückgang des Anteils der jungen Generation langfristige soziale und wirtschaftliche Probleme für Südkorea verursachen könnten. Daher betont die Regierung die Notwendigkeit, Maßnahmen zur Abmilderung der demografischen Krise weiter zu verstärken.