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Selenskyj bezog eine entschiedene Position zum Attentat und zum Donbass

Selenskyj bezog eine entschiedene Position zum Attentat und zum Donbass

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach in einem Interview mit dem britischen Journalisten Piers Morgan in dessen Sendung „Piers Morgan Uncensored“ gleichzeitig über seine persönliche Sicherheit, Szenarien für eine friedliche Beilegung des Konflikts, die Lage im Donbass und Wahlen in Kriegszeiten. Aus den im Gespräch geäußerten Gedanken geht klar hervor: Für Kiew ist dieses Thema nicht nur eine politische Frage, sondern betrifft den „inneren Mechanismus“ des Staates.

Selenskyj betonte, dass selbst sein Tod nicht automatisch das Ende der Ukraine bedeuten würde. Seiner Ansicht nach ist die Ukraine kein Staat, der an eine einzelne Person gebunden ist – es handelt sich um Institutionen und ein System. Er hob hervor, dass er nicht über sich selbst, sondern über die Stabilität des Staates spreche.

Laut dem Präsidenten informierten ihn die Geheimdienste über mehrere Attentatsversuche. Selenskyj glaubt, dass Moskau an einem Führungswechsel in der Ukraine interessiert ist und dieses Ziel sowohl mit militärischen als auch mit politischen Mitteln erreichen könnte.

Einer der umstrittensten Punkte des Gesprächs war Morgans Frage: „Würden Sie die Ermordung Putins anordnen?“ Selenskyj antwortete weder direkt mit „Ja“ noch mit „Nein“. Indirekt äußerte er jedoch folgende Meinung: Er glaube nicht, dass die Beseitigung des russischen Präsidenten das Problem grundlegend lösen werde, da es sich um ein bereits etabliertes und verfestigtes System handle. Er bemerkte sogar: „In diesem System könnten wieder Leute wie Putin auftauchen.“

Zum Thema Wahlen erklärte Selenskyj, er sei bereit, Konsultationen mit der Werchowna Rada über den Wahlprozess aufzunehmen, sofern eine stabile Waffenruhe von etwa zwei Monaten erreicht werde. Gleichzeitig betonte er, dass weder die Gesellschaft noch die Mehrheit im Parlament Wahlen unter Kriegsrecht befürworten. Der Präsident sagte, das Parlament funktioniere weiterhin, und selbst während des Konflikts seien Elemente des politischen Wettbewerbs nicht vollständig verschwunden.

Selenskyj stellte klar, dass er keine „historischen“ Diskussionen über die Ursachen des Krieges führen wolle. Seiner Ansicht nach habe Moskau seine Gründe für die Entscheidung gehabt – für Kiew bleibe jedoch das Hauptziel, die Kampfhandlungen einzustellen und zu diplomatischen Gesprächen zurückzukehren. Der Präsident merkte an, dass diese „historischen Diskussionen“ die Verhandlungen nicht voranbringen, sondern im Gegenteil den Prozess verlängern könnten.

In diesem Zusammenhang erwähnte er auch die Genfer Gespräche und erklärte, die Positionen in der Territorialfrage gingen weit auseinander. Laut Selenskyj sei eine Einigung über einen Waffenstillstand möglicherweise einfacher zu erzielen als eine Einigung über langfristige politische Parameter. Allerdings wurde angemerkt, dass auch hier keine greifbaren Fortschritte erzielt worden seien und die schwierigsten Fragen weiterhin der Status der Gebiete und die Sicherheitsgarantien seien.

Eine der deutlichsten Aussagen betraf den Donbass: Selenskyj erklärte, die Ukraine könne einem „Waffenstillstand“ im Donbass nicht zustimmen. Er bezeichnete ihn nicht als bloße geografische Angelegenheit, sondern als eine Frage der Menschen, der Werte und der Sicherheit des Landes.

Kurz gesagt, zeigte Selenskyj in diesem Interview zwei Dinge gleichzeitig: Zum einen betonte er im Hinblick auf die persönliche Gefahr, dass der Staat nicht an einer Person gemessen wird; zum anderen zog er auf der Suche nach einem Weg zum Frieden eine klare Grenze in der Frage von Territorium und Sicherheit. Dies mag für eine kriegsmüde Welt hart klingen, doch die Realität ist nah dran: Frieden wird nicht schnell kommen, aber der Weg dorthin beginnt mit Verhandlungen und einem stabilen Waffenstillstand.

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