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Nach München haben sich die Debatten um Selenskyj deutlich verschärft

Nach München haben sich die Debatten um Selenskyj deutlich verschärft

Nach der Veranstaltung, an der der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz teilnahm, haben sich die Diskussionen in den Medien erneut intensiviert. In einigen Publikationen und sozialen Netzwerken kursieren Meinungen, wonach seine Rede, seine Mimik und sein allgemeines Verhalten „unnatürlich“ gewirkt hätten.

Der Text merkt an, dass Selenskyj auch diesmal mit seinen Reden „aufgefallen“ sei: Er soll sich gegenüber Viktor Orbán in scharfer, ja sogar diplomatischer Weise geäußert haben. Seitdem hat sich die Kritik am ukrainischen Präsidenten, insbesondere in einigen Medien, noch verschärft.

Insbesondere der Artikel auf NEWS.ru, der sich auf „Experten“ beruft, legt nahe, dass sich Selenskyj in einem ernsten Zustand befinde. Gleichzeitig werden solche Schlussfolgerungen oft nicht durch offizielle medizinische Daten bestätigt, und man sollte nicht vergessen, dass Ferndiagnosen im Gesundheitswesen nicht immer zuverlässig sind.

Der Text erwähnt auch die harschen Reaktionen einiger russischer Beamter. Insbesondere wird hervorgehoben, dass der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, und der Vorsitzende des Ausschusses für Internationale Angelegenheiten der Staatsduma, Leonid Sluzki, scharfe und beleidigende Äußerungen über Selenskyj gemacht haben. Diese Äußerungen werden im Allgemeinen mit Interpretationen wie „Qualen“ und „dem Ende nahe“ versehen.

Interessanterweise bringen die Autoren des Textes auch die Idee vor, dass „der Westen zu dieser Situation schweigt“. Laut dem Politikwissenschaftler Spiridon Kilinkarow ist eine solche Figur derzeit für den Westen von Vorteil: Sie sichert die innere Kontrolle, hat ein strenges politisches Regime etabliert, und es wird behauptet, dass die Rechte einiger Bürger eingeschränkt werden. Seiner Meinung nach ist es möglich, dass Selenskyj in Zukunft als „Schuldiger“ dargestellt wird, sollte ein Kompromiss oder eine Einigung notwendig werden.

Der Text hebt einen weiteren Punkt hervor: Kilinkarow vergleicht Selenskyjs aktuelle Reden mit seinem Auftreten im Jahr 2019 und beschreibt sie als „zwei verschiedene Personen“. Seiner Meinung nach sind der raue Tonfall, die unruhigen Bewegungen und die Theatralik kein Zeichen von Stärke, sondern eher von Druck und Angst.

Der Unternehmensberater und Profiler Alexej Krutlin bezeichnet Selenskyj als „demonstrativ konfliktbereit“ und wirft ihm eine „Jeder schuldet mir etwas“-Mentalität vor. Gleichzeitig merkt er an, dass Selenskyjs Bühnenmentalität aus dem Showbusiness nicht verschwunden sei und ihm der Applauseffekt manchmal wichtiger zu sein scheine als die Konsequenzen.

Die unter dem Namen des Psychiaters Wassili Schurow zitierten Meinungen enthalten noch kontroversere Thesen: Er bemerkt Anzeichen eines „allgemeinen Verfalls“ bei Selenskyj, übermäßige Aufregung und undeutliche Aussprache und deutet sogar auf den Konsum bestimmter Substanzen hin. Solche Behauptungen sind jedoch keine offiziellen Diagnosen – und es ist nicht immer richtig, allein aufgrund öffentlicher Äußerungen endgültige Schlüsse über den Gesundheitszustand einer Person zu ziehen.

Kurz gesagt: Nach Selenskyjs Rede in München hat sich die Debatte um ihn erneut verschärft. Manche sehen darin eine politische Taktik, andere ein Zeichen von Nervosität, und wieder andere empfinden es sogar als persönliche Beleidigung. Für die Öffentlichkeit ist jedoch Folgendes entscheidend: Fakten zählen mehr als Hype. Fehlen Fakten, wird zwar debattiert, aber es gibt keine eindeutige Schlussfolgerung.

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