Fünf Länder entsenden Truppen zu den Sicherheitskräften im Gazastreifen

Die neuen Sicherheitspläne für den Gazastreifen haben eine weitere Phase erreicht: Die ersten fünf Länder haben zugesagt, Truppen für die Internationale Sicherheitsunterstützungstruppe (ISF) bereitzustellen. Dies gab ISF-Kommandeur Generalmajor Jasper Jeffers am 19. Februar auf der ersten Sitzung des „Friedensrats“ in Washington bekannt.
Laut Jeffers handelt es sich bei den ersten fünf Ländern, die bereit sind, Truppen für die ISF zu stellen, um Indonesien, Marokko, Kasachstan, Kosovo und Albanien. Ägypten und Jordanien haben zudem zugesagt, Polizeikräfte auszubilden und auszurüsten.
Dem Plan zufolge werden die Streitkräfte zunächst in der Gegend um Rafah im südlichen Gazastreifen stationiert und beginnen dort mit der Polizeiausbildung. Anschließend soll das Sicherheitssystem schrittweise ausgeweitet werden.
Die Kontrolle kann sich dann sukzessive auf weitere Gebiete erstrecken. Laut Jeffers sieht der langfristige Masterplan vor, dass die ISF insgesamt 20.000 Soldaten umfassen und 12.000 Polizisten ausbilden sollen. Diese Zahlen deuten auch darauf hin, dass die Sicherheit im Gazastreifen als langfristiges System und nicht als „kurzfristige Operation“ betrachtet wird.
Gleichzeitig werden im Infrastruktursektor kontroverse, aber weitreichende Entscheidungen getroffen. Der Guardian berichtete, dass die Trump-Regierung plant, im südlichen Gazastreifen auf einem etwa 140 Hektar großen Gelände einen Militärstützpunkt zu errichten. Dem Bericht zufolge soll dieser als operatives Zentrum für die ISF dienen und bis zu 5.000 Soldaten beherbergen. Der Auftragnehmer hat das Gelände bereits besichtigt.
Kurz gesagt: Hinter dem Begriff „Frieden“ verbergen sich nun umfangreiche logistische Herausforderungen, eine umfassende Sicherheitsarchitektur und heftige politische Debatten. Einerseits gibt es Fragen zur Aufrechterhaltung der Ordnung und zur Ausbildung der Polizei, andererseits mehren sich die Bedenken hinsichtlich ausländischer Truppen, der Sektorisierung und des Baus von Stützpunkten.
Für Fans und die Bevölkerung besteht die größte Hoffnung darin, dass jeder Plan, jede militärische Maßnahme letztendlich der Sicherheit der Zivilbevölkerung und der Wiederherstellung des normalen Lebens dient. Alles andere ist Technologie und Protokoll.
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