Der Rücktritt, der die politische Welt Kirgisistans erschütterte: Kamchibek Tashiev ist weg …

Kamtschibek Taschiew, eine der einflussreichsten Persönlichkeiten Kirgisistans, ist überraschend zurückgetreten. Ein neues Dekret von Präsident Sadyr Dschaparow entließ nicht nur den Vorsitzenden des Staatlichen Komitees für Nationale Sicherheit, sondern auch drei seiner Stellvertreter. Dieses Ereignis deutet auf bevorstehende tiefgreifende politische Veränderungen im Nachbarland hin.
Behandlung und unerwartete Neuigkeiten
Kamtschibek Taschiew befindet sich derzeit in München. Berichten zufolge unterzieht sich der ehemalige Staatschef dort planmäßigen Behandlungen aufgrund einer alten Herzerkrankung. Erinnern wir uns: 2021 unterzog er sich in Deutschland einem komplexen chirurgischen Eingriff.
Bemerkenswert ist, dass Taschiew erst in München, nach Verkündung des Dekrets, von seinem Rücktritt erfuhr. Dies berichten ihm nahestehende Quellen.
Kommentar des Präsidenten: Einheit steht an erster Stelle
Sadir Japarow begründete diese drastische Entscheidung mit den strategischen Interessen des Landes. Seinen Angaben zufolge gehe es vor allem darum, eine Spaltung der Staatssysteme zu verhindern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu wahren.
Der erfahrene General Dschumgalbek Schabdanbekow wurde als Kandidat für den Vorsitz der Nationaldemokratischen Partei Kirgisistans nominiert. Auch im Sicherheitsrat wurde eine personelle Umstrukturierung vorgenommen.
Der Werdegang eines politischen Giganten
Kamtschibek Taschiew ist eine lebende Legende der kirgisischen Politik. Geboren 1968 in Jalal-Abad, durchlief diese Persönlichkeit einen bemerkenswerten Werdegang vom Ingenieur zum Spitzenpolitiker:
- 2000er Jahre: Regierungsapparat und Führungspositionen in den Bezirken von Bischkek.
- 2012: Proteste im Kumtor-Fall und lebenslange Haft.
- 2020: Nach den Ereignissen im Oktober wurde er zum engsten Vertrauten von Sadyr Japarov.
2022 wurde ihm der Titel „Held Kirgisistans“ verliehen und er wurde zum Generaloberst befördert. In den vergangenen sechs Jahren galt er als zweitmächtigste Person des Landes.
Der nächste Schritt – die Präsidentschaft?
Politische Analysten halten diesen Rücktritt nicht für umsonst. Viele vermuten, dass er eine Vorbereitung auf vorgezogene Präsidentschaftswahlen sein könnte, die möglicherweise noch in diesem Jahr stattfinden. Die Möglichkeit einer Präsidentschaftskandidatur Taschiews ist zum Hauptthema der kirgisischen Politik geworden.
Ist diese „Trennung“ ein vorübergehender taktischer Schachzug oder das endgültige Ende einer langjährigen Allianz? Die nahe Zukunft wird es zeigen.
Glauben Sie, dass Kamchibek Tashiev bei den anstehenden Wahlen für das Präsidentenamt kandidieren wird?
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