Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran haben in Maskat begonnen: Teheran ist vorsichtig optimistisch

Die erste Runde indirekter Gespräche zwischen den USA und dem Iran über das iranische Atomprogramm ist in der omanischen Hauptstadt Maskat zu Ende gegangen. Teheran äußerte sich nach dem ersten Treffen verhalten positiv: Der iranische Außenminister Abbas Araghchi nannte es einen „guten Anfang“ und betonte, dass es nun notwendig sei, die „Mauer des Misstrauens“ zu überwinden.
Es ist noch unklar, wann die Gespräche fortgesetzt werden. Laut Araghchi werden beide Delegationen zu Konsultationen in ihre Hauptstädte zurückkehren. Axios-Korrespondent Barak Rawid schrieb unterdessen unter Berufung auf Quellen, dass die nächste Runde „in den kommenden Tagen“ stattfinden könnte.
Der omanische Außenminister Badr al-Busaidi gab eine präzisere Einschätzung der Gesprächsatmosphäre: Er bezeichnete den Prozess als „sehr ernst“ und erklärte in einer Stellungnahme, die getrennten Treffen hätten dazu gedient, die Standpunkte beider Seiten zu klären und mögliche Fortschritte zu identifizieren.
Der Hauptstreitpunkt ist, worüber gesprochen werden soll und worüber nicht. Irans Position zufolge sollte sich die Tagesordnung auf zwei Punkte beschränken: das Atomprogramm und eine mögliche Lockerung der Sanktionen. Die USA hingegen fordern eine umfassendere Auseinandersetzung: das Raketenprogramm und die Unterstützung für Irans Verbündete in der Region, darunter Hamas, Hisbollah und die Huthis im Jemen.
Der Hintergrund ist nicht nur „diplomatisch“, sondern äußerst angespannt. Öffentliche Quellen berichten, dass die USA seit Jahresbeginn ihre Militärpräsenz in der Region verstärkt und den Druck erhöht haben. Donald Trump hat wiederholt scharfe Warnungen ausgesprochen. Iran wiederum sendet deutliche Signale, im Falle eines Angriffs Vergeltungsschläge gegen Länder im Persischen Golf durchzuführen, in denen sich US-Basen befinden.
Kurz gesagt: Die erste Runde in Maskat bedeutet nicht, dass die Probleme gelöst sind – sie dient eher als Übergang zum nächsten Schritt und lässt den Verhandlungskanal offen. Die Hauptfrage lautet nun: Werden die Parteien nach den internen Vereinbarungen in den Hauptstädten wieder zusammenkommen können und inwieweit können sie die „roten Linien“ auf der Tagesordnung einander annähern?
Lesen Sie „Zamin“ auf Telegram!