Kryptowährungsmarkt verliert nach Bitcoin-Crash fast 500 Milliarden Dollar

Der „kalte Schauer“ am Kryptowährungsmarkt ist zurück: In weniger als einer Woche sind fast eine halbe Billion Dollar verloren gegangen. Laut CoinGecko ist der Gesamtwert des Marktes seit dem 29. Januar um 467,6 Milliarden Dollar gesunken.
Am härtesten traf es Bitcoin, traditionell die „Lokomotive“ des Marktes. Am Dienstag fiel er auf den niedrigsten Stand seit der Wiederwahl von Donald Trump Anfang November 2024. Dabei rutschte Bitcoin in den USA auf ein 15-Monats-Tief von 72.877 Dollar, bevor er sich am Mittwoch teilweise erholte und am Morgen Londoner Zeit bei rund 76.600 Dollar notierte.
Hier stellt sich die schmerzlichste Frage: Trifft der Begriff „digitales Gold“ noch zu? Kryptowährungen fanden in Zeiten zunehmender geopolitischer Spannungen, in denen die Nachfrage nach sicheren Anlagen eigentlich hätte steigen sollen, keine Unterstützung. Im Gegenteil, dem Artikel zufolge fielen sowohl Bitcoin als auch US-Aktien, und Anleger flüchteten in sicherere Anlagen.
Zu diesem Hintergrund trug auch eine Warnung von Michael Berry bei: Er äußerte die Ansicht, dass Bitcoin sich nicht als Absicherungsinstrument wie Edelmetalle etabliert, sondern sich zunehmend zu einem spekulativen Anlagegut entwickelt.
Die Nervosität am Markt war auch bei den Futures spürbar: In den letzten 24 Stunden wurden Long/Short-Positionen im Wert von über 700 Millionen US-Dollar geschlossen, und die Gesamtbereinigung seit dem 29. Januar überstieg 6,67 Milliarden US-Dollar. Auch die Mittelzuflüsse in Bitcoin-ETFs sind volatil: Am Montag gab es einen Nettozufluss von 562 Millionen US-Dollar, am Dienstag hingegen einen Abfluss von 272 Millionen US-Dollar.
Kurz gesagt, die Stimmung ist derzeit risikoscheu. Die Analystin von BTC Markets, Rachel Lucas, beschrieb die Situation als vorsichtig und defensiv und erklärte, dass das Niveau unter 73.000 US-Dollar die Angst verstärkt habe.
Das Signal für die Zukunft ist eindeutig: Kryptowährungen bieten nach wie vor enorme Chancen, sind aber kein unfehlbarer „sicherer Hafen“. Um das Vertrauen in den Markt wiederherzustellen, braucht es nicht nur Hype, sondern auch stabile Liquidität, transparente Regulierung und echte Nachfrage. Bisher hat uns der Kryptomarkt vor allem eines gelehrt: Hier gibt es wenig Romantik, dafür aber umso mehr Volatilität.
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