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Frankreich verkaufte 589 Tonnen Gold: Dieser Fehler kostete 76 Milliarden Euro

Frankreich verkaufte 589 Tonnen Gold: Dieser Fehler kostete 76 Milliarden Euro

Im Jahr 2004 änderte die französische Regierung ihre Finanzstrategie: Der Staat beschloss, einen Großteil seiner Goldreserven zu verkaufen. Damals hieß es, 589 Tonnen Gold aus den nationalen Reserven – fast 20 Prozent der Gesamtreserven – seien auf den Markt gebracht worden.

Offizielle Stellen erklärten diesen Schritt wie folgt: „Gold ist ein nicht rückzahlbares Gut“, daher sei es besser, die Mittel in Instrumente zu investieren, die Zinsen abwerfen und schnellere Renditen erzielen. Infolgedessen nahm der Staatshaushalt 4,67 Milliarden Euro aus den Goldverkäufen ein.

Doch der „Rechner“ heißt Zeit: Knapp zwanzig Jahre später ist der Goldpreis stark gestiegen. Um den 4. Februar 2026 wird der Wert von 1 Kilogramm Gold auf über 137.000 Euro geschätzt. Zu diesen Preisen läge der Gesamtwert der 2004 verkauften 589 Tonnen Gold heute bei rund 81 Milliarden Euro.

Hier kommt die schmerzlichste Rechnung: Verglichen mit 4,67 Milliarden Euro hätte Frankreich potenzielle Einnahmen in Höhe von rund 76 Milliarden Euro verloren. Diese Zahlen mögen zwar nur theoretische Berechnungen sein, doch die Aussage ist klar: Kurzfristige Gewinne wirken im Vergleich zur langfristigen Wertsteigerung gering.

Interessanterweise erwähnte Frankreich um 2004 im Rahmen von Zentralbankvereinbarungen auch die Möglichkeit, über mehrere Jahre hinweg große Goldmengen (etwa 500 Tonnen) zu verkaufen – die Entscheidung fiel also nicht über Nacht, sondern wurde als geplante Maßnahme betrachtet.

Experten ziehen aus diesem Vorfall eine nüchterne Schlussfolgerung: Gold bringt zwar nicht täglich Einkommen, das stimmt. Es dient aber auch als langfristige Absicherung gegen Inflation, geopolitische Instabilität und wirtschaftliche Turbulenzen. Manche Vermögenswerte werden also nicht für den schnellen Profit, sondern für die Zukunft gehalten.

Fazit: Geduld bei der Vermögensverwaltung ist keine romantische Vorstellung, sondern eine Strategie. Und Gold profitiert tatsächlich von Geduld.

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