Deutschland steigerte seine Rüstungsexporte bis 2025 auf 12 Milliarden Euro…

Im Jahr 2025 genehmigte die Bundesregierung Exportlizenzen für Rüstungsgüter und militärische Ausrüstung im Wert von insgesamt rund 12 Milliarden Euro. Laut offiziellen Angaben liegt dieser Wert etwas unter dem Rekordniveau von 2024, ist aber dennoch beträchtlich.
Besonders auffällig ist, dass die Ukraine erneut zum Hauptabnehmer geworden ist: Berlin erteilte Kiew Exportlizenzen im Wert von über 2 Milliarden Euro. Dies belegt einmal mehr, wie schnell sich politische Entscheidungen und wirtschaftliche Kennzahlen angesichts angespannter Lagen an den Fronten ändern können.
Wer belegt die ersten drei Plätze?
Auf Platz zwei und drei der Rangliste des Berichts folgen Deutschlands zwei NATO-Partner Norwegen (rund 1,3 Milliarden Euro) und Schweden (rund 1 Milliarde Euro).
Wie verteilten sich die 12 Milliarden Euro?
Offiziellen Angaben zufolge entfielen von der Gesamtsumme:
- rund 5,6 Milliarden Euro auf Waffen selbst,
- rund 6,4 Milliarden Euro auf sonstige militärische Ausrüstung.
Es heißt, der Genehmigungsmechanismus sei zweigeteilt: Ein Großteil solle über separate Exportlizenzen, ein anderer Teil im Rahmen allgemeiner Lizenzen umgesetzt werden.
Gleichzeitig zeigen die Daten des Ministeriums, dass fast 90 Prozent der Exportlizenzen mit der Europäischen Union, der NATO sowie mit Ländern wie Südkorea und Singapur und der Ukraine-Hilfe in Verbindung stehen. (Der Rest stammt aus Drittstaaten.)
Neues Programm und zusätzliche Mittel über PURL
Im Dezember 2025 kündigte der deutsche Außenminister Johann Wadeful an, dass zusätzliche 200 Millionen US-Dollar für den Kauf amerikanischer Waffen für die Ukraine bereitgestellt würden. Diese Mittel würden im Rahmen des Programms PURL (Priorisierte Liste der Ukraine-Anforderungen) vergeben.
Das Prinzip von PURL ist einfach: Verbündete bezahlen für in den USA hergestellte Waffen auf Basis einer Prioritätenliste, die den Bedarf der Ukraine ermittelt. Anschließend werden die Lieferungen koordiniert.
Die ukrainische Führung hat wiederholt betont, wie wichtig die Mittelzuflüsse im Rahmen dieses Mechanismus sind: So werden wichtige Güter wie Munition für Patriot- und HIMARS-Systeme über PURL finanziert.
Was wird geschehen?
Diese Zahlen zeigen deutlich: Die europäische Sicherheitsarchitektur hat sich von einer theoretischen Strategie hin zu realen finanziellen und logistischen Maßnahmen entwickelt. Es ist unwahrscheinlich, dass der Bedarf im Umfeld der Ukraine bis 2026 sinken wird – Lizenzen, Verträge und politische Diskussionen werden also weitergehen. Kurz gesagt: Wir leben im Zeitalter der großen Zahlen, und die Kalkulationen sind nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch geopolitischer Natur.
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