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Norwegen testete eine Hyperschallrakete: Ein neues Rennen in Europa

Norwegen testete eine Hyperschallrakete: Ein neues Rennen in Europa

Die Rede von einer „friedlichen Ära“ der Militärtechnologie in Europa gehört langsam der Vergangenheit an. Ein Prototyp einer in Europa entwickelten ballistischen Rakete wurde erstmals in Norwegen getestet, und Experten sprechen vom Beginn einer neuen Ära der Hyperschallwaffen.

Die Tests wurden Berichten zufolge von dem britisch-deutschen Gemeinschaftsunternehmen Hypersonica durchgeführt. Es handelte sich nicht nur um einen einfachen Raketenflug: Der Prototyp erreichte bei seinem Erstflug Geschwindigkeiten von über Mach 6 und rund 7.400 km/h. Das sind Geschwindigkeiten, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind.

Über 300 Kilometer Reichweite und ununterbrochener Flug

Berichten zufolge legte die Rakete während des Tests eine Strecke von über 300 Kilometern zurück. Die Entwickler gaben an, der Flug sei planmäßig verlaufen und die Systeme hätten in allen Phasen stabil funktioniert. Insbesondere seien weder während der Beschleunigung noch beim Durchflug durch dichte Atmosphärenschichten Störungen oder Unterbrechungen aufgetreten.

Dies ist der wichtigste Aspekt bei solchen Tests: Hyperschallgeschwindigkeit ist nicht nur eine Zahl, sondern ein umfassender technologischer Test. Sollten die Systeme dieser Belastung nicht standhalten, ist die Geschwindigkeit selbst nutzlos.

Das Projekt ist nicht nur technisch, sondern auch politisch

Experten zufolge ist diese Entwicklung nicht nur ein technologisches Ergebnis, sondern auch ein politisches Signal. Europa versucht damit zu demonstrieren, was es im sicherheitspolitischen und geopolitischen Wettbewerb leisten kann.

Bemerkenswerterweise rühmt sich das Hypersonica-Team damit, das Projekt sehr schnell realisiert zu haben: Von den ersten Entwürfen bis zum Start vergingen nur neun Monate. Das Unternehmen erklärte: „Wir arbeiten so schnell, dass wir unsere bisherigen Vorstellungen über Zeitaufwand und Kosten der Technologieentwicklung überdenken müssen.“

Plan für 2029 und das Versprechen der Kostensenkung

Hypersonica gab außerdem bekannt, bis 2029 das erste europäische Hyperschall-Angriffssystem auf Basis eines modularen Systems zu entwickeln. Laut Unternehmen soll der modulare Ansatz die Entwicklungskosten deutlich senken – um mehr als 80 Prozent.

Besonders hervorgehoben wird, dass in diesem Prozess keine US-Unterstützung erforderlich war. Dies wird als Zeichen für Europas technologische Unabhängigkeit und Eigenständigkeit gewertet.

Aufgrund des angestrebten Kostensenkungsziels sei die Entwicklung solcher Raketen auch für Länder mit begrenzten Militärbudgets relativ erschwinglich. Es handle sich also möglicherweise nicht nur um ein Spiel der Großmächte.

Es gibt auch Einschätzungen, dass es sich um eine Reaktion auf die „Oreshnik“ handelt

Einige europäische Medien interpretieren diese Entwicklung als Antwort auf die russische „Oreshnik“. Gleichzeitig gibt es auch Stimmen, die meinen, dass mehrere Länder ihre ballistischen Programme deutlich beschleunigen.

Fakt ist: Hyperschalltechnologien sind in Europa kein Laborthema mehr – sie sind Gegenstand eines echten Wettbewerbs. Und wenn sich dieser Trend verstärkt, dürfte der Wettlauf um „Wer ist schneller, präziser und kostengünstiger?“ ​​in den kommenden Jahren auf dem Kontinent noch intensiver werden.

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