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Sadir Japarov erklärte, warum er Kamchibek Tashiev entlassen hat

Sadir Japarov erklärte, warum er Kamchibek Tashiev entlassen hat

Eine der meistdiskutierten Entscheidungen in Kirgisistan in den letzten Tagen war die Entlassung von Kamchibek Tashiev. Präsident Sadyr Japarov äußerte sich erneut öffentlich zu diesem Thema und erläuterte in eigenen Worten die Hintergründe der scheinbar überstürzten Entscheidung.

Laut Japarov telefonierte er vor der Unterzeichnung des Dekrets zur Entlassung des Leiters des Staatlichen Komitees für Nationale Sicherheit zunächst mit einem Freund. Er nannte ihn weder Minister noch Kollegen, sondern einfach „Freund“. In dem Gespräch erläuterte er die Lage im Land und teilte ihm anschließend seine Entscheidung mit.

„Bevor ich die Entscheidung traf, den Leiter des Staatlichen Komitees für Nationale Sicherheit zu entlassen, rief ich meinen Freund an, erklärte ihm die Situation, teilte ihm mit, dass ich ihn von seinem Posten entlasse, und traf dann die Entscheidung“, sagte Sadir Japarov in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Chabar.

Der Präsident erklärte seinen Schritt damit, dass er „einen Freund retten“ wolle. Seinen Angaben zufolge hätten ihn einige Personen aus Taschiews Umfeld – „seien es Älteste oder Kuksakals, was auch immer“ – in die Irre geführt. Taschiews Name sei als „Maske“ benutzt worden, und es seien Appelle an Parlamentarier, Regierungsbeamte und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens gerichtet worden, sich „auf die Seite des Generals zu stellen“.

„Denn die Leute um ihn herum – ob wir sie nun ‚Aksakals‘ oder ‚Koksakals‘ nennen – versuchten jedenfalls, meinen Freund in die Irre zu führen. Sie begannen, sich als Kamtschibek Taschiew auszugeben und Parlamentarier, verantwortliche Beamte und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens anzusprechen und zu sagen: ‚Stellt euch auf die Seite des Generals‘“, fügte Japarov hinzu.

Japarov verbarg seine Besorgnis an dieser Stelle nicht: Wäre Tashiev im Amt geblieben, hätten sich solche Forderungen wahrscheinlich verstärkt. Dies hätte das Risiko von Spaltung, Konfrontation und der Entstehung verschiedener „Fronten“ sowohl innerhalb des Staatsapparats als auch in der Gesellschaft erhöht. Die Schlussfolgerung des Präsidenten ist eindeutig: Stabilität hat oberste Priorität.

„Deshalb war ich gezwungen, meinen Freund von seinem Posten zu entlassen. Stabilität im Staat ist für mich das Wichtigste“, sagte er.

Eines ist klar: Es geht hier nicht nur um Personalveränderungen, sondern um die Aufrechterhaltung der Ordnung in der politischen Lage. Internationale Quellen erklären diese Entscheidung ebenfalls im Kontext der Verhinderung möglicher gesellschaftlicher Spaltungen und der Neuausrichtung des Sicherheitssystems.

Was die weitere Entwicklung betrifft, so wurde in der Nacht des 13. Februar berichtet, dass Tashiev nach vorzeitigem Abschluss seiner Behandlung im Ausland nach Kirgisistan zurückgekehrt sei. Medienberichten zufolge stieg er nach der Landung auf dem Flughafen Manas sofort in sein Auto, noch bevor Journalisten Fragen stellen konnten.

Es sei daran erinnert, dass Kamchibek Tashiev am 10. Februar von seinem Posten entlassen wurde. Er selbst bezeichnete diese Entscheidung als unerwartet.

Kurz gesagt, Japarovs Logik lautet: Freundschaft ist Freundschaft, aber der Staat ist die „Hauptliga“. Lässt man Emotionen in der Politik freien Lauf, wird es später schwierig, die Gesellschaft in die „Playoffs“ zu führen. Die Hauptfrage ist nun, ob diese Entscheidung die innere Stabilität tatsächlich stärkt oder im Gegenteil neue Konflikte auslöst. Die Zeit wird es zeigen, aber eines ist bereits klar: Die politische Agenda in Kirgisistan ändert sich rasant.

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