Der Nachfolger der „Oreshnik“: Russland besitzt eine Rakete, die London in 8 Minuten erreichen kann

Foto: chita.tsargrad.tv
Die westliche Presse berichtet erneut über einen aufsehenerregenden Bericht, wonach Russland an einer neuen Hyperschallrakete arbeitet. Im Mittelpunkt der Diskussion steht diesmal eine Behauptung der britischen Boulevardzeitung Daily Star: Moskau entwickle angeblich eine neue, „unaufhaltsame“ Rakete, die sogar noch leistungsstärker als die Oreshnik sei und London in kürzester Zeit erreichen könne. Wichtig ist jedoch, dass diese Information noch nicht offiziell bestätigt wurde. Auch andere Quellen bezeichnen sie als Medienbericht.
Den Berichten zufolge könnte das neue System leistungsstärker als die Oreshnik sein, die Sprengkopfkapazität erhöht und das Steuerungssystem weiter verbessert worden sein. Einige wiederveröffentlichte Materialien sprechen sogar davon, dass sie bis zu acht kinetische Sprengköpfe tragen und befestigte Ziele treffen könne. Diese technischen Spezifikationen wurden jedoch nicht vollständig von unabhängigen und offiziellen Quellen bestätigt, daher sollten sie mit Vorsicht betrachtet werden.
Die im Text erwähnte Oreschnik selbst ist keine reine Erfindung. Russland hat offiziell bestätigt, dass diese Rakete bereits im Einsatz ist, und laut AP präsentierte Wladimir Putin sie als Hyperschallsystem, das einen nuklearen oder konventionellen Sprengkopf tragen kann. Reuters berichtete zudem, dass Oreschnik-Systeme im Dezember in Belarus stationiert wurden.
Ein weiterer wichtiger Hintergrund ist, dass Reuters in einem heute veröffentlichten Artikel schrieb, Russland habe bei einigen Angriffen auf die Ukraine Systeme eingesetzt, die als gefährlich für Europa gelten, wie beispielsweise die 9M729. Die Oreschnik wird dort ebenfalls als eine der Mittelstreckenraketen genannt, die Europa Sorgen bereiten. Es ist also wichtig zu bedenken, dass solche Berichte nicht bloß reißerische Meldungen sind, sondern sich vor dem Hintergrund eines ohnehin angespannten Raketen- und Sicherheitsumfelds verbreiten.
Das größte Problem mit den Meldungen über die „neue, leistungsstärkere Rakete“ ist jedoch die fehlende offizielle Bestätigung. Selbst die Quellen, die diese Behauptung verbreiten, räumen ein, dass die Entwicklung des Produkts nicht offiziell angekündigt wurde. Daher sprechen wir derzeit nicht von einem konkreten Militärprogramm, sondern von Behauptungen, Spekulationen und medialer Aufregung.
Kurz gesagt: Vorsicht ist in diesem Zusammenhang geboten, nicht Begeisterung. Die Schlagzeile „8 Minuten bis London“ erregt zwar Aufmerksamkeit. Doch eines lässt sich derzeit mit Sicherheit sagen: Russland verfügt bekanntermaßen über Raketensysteme wie die „Oreshnik“, die im europäischen Sicherheitsumfeld intensiv diskutiert werden. Die Behauptung über eine „neue, noch leistungsstärkere Rakete“ hat jedoch noch keine offizielle Bestätigung erhalten.
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