Siemens beteiligt sich an der Entwicklung des ersten kommerziellen Fusions-Schiffs der Welt

Siemens beteiligt sich an der Entwicklung des ersten kommerziellen Fusions-Schiffs der Welt

Auf der internationalen Ausstellung Posidonia 2026 wurde das Projekt Fusion Power Barge (FusPoB) vorgestellt. Im Rahmen dieses Projekts plant ein internationales Konsortium den Bau der weltweit ersten schwimmenden Energieplattform auf Basis der Kernfusion. Die Projektbeteiligten wollen bis 2032 einen kommerziellen Prototyp der Technologie präsentieren. Wie Ixbt.com berichtet .

Dem Konsortium gehören das American Bureau of Shipping (ABS), das auf Fusionstechnologien spezialisierte israelische Unternehmen nT-Tao sowie Siemens Energy, P&P Marine Consultants und das französische Unternehmen TEMISTh an. In der ersten Phase werden die Partner die technisch-wirtschaftliche Machbarkeit des Projekts ausarbeiten und die Anforderungen an die zukünftige Plattform festlegen.

Das Interesse an Fusionsenergie in der Schifffahrt hängt mit den steigenden Anforderungen zur Reduzierung schädlicher Emissionen zusammen. Laut der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation verursacht der Seeverkehr fast 3 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen. Alternative Kraftstoffe wie Wasserstoff und Ammoniak erfordern noch eine großflächige Infrastruktur und ihre Einführung bleibt komplex.

Laut dem FusPoB-Projekt wird die Barke etwa 71 Meter lang sein. Als Basis dient der kompakte Fusionsreaktor von nT-Tao. Die Entwickler geben an, dass eine solche Vorrichtung in ein Standard-Containermodul passt und in den Schiffsrumpf integriert werden kann. Das System soll bis zu 20 MW Strom erzeugen.

Die Projektinitiatoren sehen diese Barke nicht nur als Transportmittel, sondern auch als mobiles Kraftwerk für Häfen und abgelegene marine Infrastrukturen sowie als Entsalzungsanlage. Derzeit gibt es keine internationalen Vorschriften für kommerzielle Schiffe mit Fusionsreaktoren, weshalb sich das ABS an der Entwicklung der ersten Sicherheitsstandards für diesen Bereich beteiligen wird.

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Abror Shuhratov
«ZAMIN.UZ» Redakteur

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