Netanjahu erörtert Hamas und Iran mit Witkoff

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu führte ein hitziges Gespräch mit dem US-Sonderbeauftragten Steve Witkoff über die Lage im Gazastreifen und die Hamas. Laut einer Erklärung seines Büros bekräftigte Netanjahu, dass kein Versuch unternommen werden dürfe, Gaza wiederaufzubauen, solange die Hamas nicht vollständig entwaffnet, der Sektor nicht entmilitarisiert und die Kriegsziele nicht vollständig erreicht seien.
Im Laufe des Gesprächs machte der israelische Regierungschef zudem einen weiteren wichtigen Punkt deutlich: Seiner Position nach werde die Palästinensische Autonomiebehörde unter keinen Umständen in die Verwaltung des Gazastreifens einbezogen. Netanjahu verfolgt in dieser Frage also einen kompromisslosen Ansatz.
Die Gesprächspartner beschränkten sich nicht auf Gaza. Angesichts der zunehmenden Spannungen in der Region wurde auch die Situation um den Iran separat erörtert. Dieses Thema hat insbesondere im Vorfeld von Witkoffs Treffen mit dem iranischen Vertreter an Dringlichkeit gewonnen.
Laut der Erklärung machte Netanjahu Witkoff erneut deutlich: Der israelische Premierminister betonte, dass der Iran durch sein Handeln wiederholt gezeigt habe, dass man sich „auf Versprechen nur schwer verlassen könne“. Aus diesem Grund bleibe das offizielle Tel Aviv der Ansicht, dass in jedem Dialog in dieser Richtung Vorsicht und eine harte Linie geboten seien.
Kurz gesagt, der Inhalt des Gesprächs lässt sich wie folgt zusammenfassen: Die Forderungen an Gaza sind hoch, in der Frage der politischen Teilhabe gibt es keinen Ausweg, und das Vertrauensproblem gegenüber dem Iran rückt immer stärker in den Vordergrund. Jeder Schritt in der Region bestimmt die nächste Agenda – und auch diesmal haben sich die Fragen nach dem Dialog nicht verringert, sondern eher verschärft.
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