NATO-Generalsekretär Donald Trump erklärte, er verstehe die Tragödie in der Ukraine sehr wohl

Auf einer Pressekonferenz in Brüssel am 11. Februar erklärte NATO-Generalsekretär Mark Rutte, US-Präsident Donald Trump verstehe die „schreckliche Lage“ in der Ukraine vollumfänglich. Auf die Frage der DW: „Ist sich der amerikanischen Regierung des aktuellen Drucks auf die Ukraine bewusst?“, antwortete er dem Bericht zufolge mit deutlicher Zuversicht.
Bemerkenswert ist, dass Rutte diese Frage zweimal mit „Ja“ beantwortete, ebenso wie die Frage, ob er mit Trump über seine Eindrücke während seines Ukraine-Besuchs gesprochen habe. Den Inhalt des Gesprächs weigerte er sich jedoch kategorisch preiszugeben: Er betonte wiederholt: „Ich werde das niemals preisgeben.“
Der NATO-Chef hob hervor, dass die USA „absolute Klarheit“ über die Vorgänge in der Ukraine hätten. Rutte steht in regelmäßigem Kontakt mit Trump, und sie tauschen sich fortwährend über die Lage aus – darüber, „was passiert“ und „was sie sehen“. Rutte gab jedoch keine konkreten Details darüber preis, was er Trump am Ende seines Ukraine-Besuchs sagte, wie Trump reagierte oder ob die Gespräche Washingtons spätere Unterstützung beeinflussten.
Die Lage ist besorgniserregend. Laut hochrangigen NATO-Quellen hat Russland in diesem Winter seine Angriffe auf ukrainische Städte und kritische Infrastruktur deutlich verstärkt. Bündnisvertreter bezeichneten die Situation im Energiesektor als besonders besorgniserregend und merkten an, dass Angriffe mitunter zivile Ziele trafen, die „von geringer oder gar keiner militärischen Bedeutung“ seien.
Eine weitere besorgniserregende Zahl wurde in den NATO-Diskussionen genannt: Die Anzahl der von Russland im Jahr 2025 gegen die Ukraine eingesetzten Kampfdrohnen ist Schätzungen zufolge stark auf etwa 55.000 angestiegen – ein Vielfaches der Zahlen von 2024.
Kurz gesagt: Ruttes Signale deuten darauf hin, dass Washington keine Ausreden mehr hat, die Situation nicht zu verstehen. Die eigentliche Frage ist jedoch eine andere: Reicht dieses Verständnis aus, oder wird es auch in konkrete Entscheidungen umgesetzt? Für die Ukraine ist Zeit kostbar: Jede Nacht der Luftangriffe, jeder Kälteeinbruch bedeutet nicht nur eine Statistik, sondern Menschenleben.
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