Benchmark sammelt 2 Milliarden Dollar für ersten Growth-Fonds

Die legendäre Risikokapitalfirma Benchmark Capital aus dem Silicon Valley bricht mit ihren langjährigen Traditionen, um ihren Investitionsrahmen zu erweitern. Als früher Investor von Giganten wie eBay, Snap, Uber und Twitter beschränkte die Firma ihre Fondsgröße üblicherweise auf 425 Millionen Dollar. Laut The Wall Street Journal hat das Unternehmen jedoch erstmals insgesamt 2 Milliarden Dollar für zwei neue Fonds eingeworben, wovon 1,25 Milliarden Dollar für Late-Stage-Projekte (Growth Stage) vorgesehen sind. Darüber berichtet Techcrunch.com. berichtet .
Jahrzehntelang hielt Benchmark an seiner selektiven Strategie fest und strebte an, mindestens 20 % Anteile an jedem Startup zu erwerben. Doch das rasante Wachstum im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) und Investitionsrunden in Höhe von hunderten Millionen Dollar bei Unternehmen wie Anthropic oder OpenAI stellten Benchmarks kleinere Fonds vor Herausforderungen. Der neu aufgelegte Early-Stage-Fonds in Höhe von 750 Millionen Dollar verschafft dem Unternehmen mehr Flexibilität im aktuellen Markt, in dem die Bewertungen von Startups stark gestiegen sind.
In den letzten Monaten hat das Unternehmen seine Strategie geändert und nicht nur in Series-A-, sondern auch in Series-B-KI-Projekte wie Gumloop und Monaco investiert. Benchmark-Partner Everett Randle betonte, dass die Firma bereit ist, tiefe Beziehungen zu Unternehmern in jeder frühen Phase eines Unternehmens aufzubauen. Diese Änderungen zeigen den Wunsch des Unternehmens, sich an die Marktanforderungen anzupassen.
Dieser strategische Wandel wurde auch durch den erfolgreichen Börsengang des Chipherstellers Cerebras angestoßen. Benchmark beteiligte sich an der Pre-IPO-Runde des Unternehmens und erzielte einen Gewinn von 3,25 Milliarden Dollar. Im Rahmen des neuen Growth-Fonds plant das Unternehmen 5 bis 6 Großinvestitionen in sowohl bestehende Portfolio-Unternehmen als auch vielversprechende neue Startups.
Neben der Investitionspolitik gab es auch Veränderungen im Management von Benchmark. In den letzten zwei Jahren kehrte Miles Grimshaw zu Thrive Capital zurück, und die einzige weibliche Partnerin der Firma, Sarah Tavel, wurde zum Venture Partner befördert. Zudem verließ Victor Lazarte das Team, um seine eigene persönliche Risikokapitalfirma zu gründen.















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