Roboterschlangen beginnen mit der Überwachung von Stromnetzen in China

In China wurde der Einsatz von Roboterschlangen zur Überwachung von Stromleitungen eingeführt. Sie bewegen sich entlang der Drähte und erkennen Störungen sowie Überhitzungen, die zu Unfällen führen könnten. Dies berichtete das Magazin Interesting Engineering.
Es wird berichtet, dass die Roboter in Kunming, dem Verwaltungszentrum der Provinz Yunnan, eingesetzt werden. Während sie sich um die Leitungen winden, identifizieren sie mithilfe von Kameras und speziellen Sensoren gerissene Drähte, verschlissene Teile und anormale Temperaturveränderungen. Laut den Entwicklern haben die Roboter bisher über 130 Kilometer Stromleitungen überprüft.
Dieses System wurde vom Stromversorgungsbüro des Bezirks Guandu entwickelt. Vertreter des Büros betonen, dass die durch Roboter durchgeführten Inspektionen dreimal effizienter sind als herkömmliche manuelle Methoden.
Im Gegensatz zu Drohnen, die häufig zur Überwachung von Stromnetzen eingesetzt werden, bewegen sich Roboterschlangen direkt entlang der Kabel. Dies ermöglicht den Betrieb in Gebieten mit Flugbeschränkungen, insbesondere in der Nähe von Flughäfen. Zudem sind diese Roboter resistenter gegen elektromagnetische Störungen von Hochspannungsleitungen, was die Steuerung und Bildqualität nicht beeinträchtigt.
Die neue Technologie hilft, einige Nachteile von Drohnen zu beheben, darunter die Wetterabhängigkeit und die begrenzte Akkulaufzeit. Durch die kontinuierliche Nahüberwachung können Experten im Energiesektor potenzielle Probleme schneller erkennen und rechtzeitig beheben.
Chinesische Energieunternehmen nutzen zur Überwachung der Infrastruktur aktiv nicht nur Roboterschlangen, sondern auch Roboterhunde, Drohnen und stationäre Überwachungskameras.
Die Roboterschlange verfügt über einen flexiblen Körper aus mehreren Segmenten, der es ihr ermöglicht, sich frei entlang der Drähte zu bewegen und Hindernisse wie Isolatoren zu umgehen. Dadurch erreicht sie leicht Bereiche, die für Menschen oder Drohnen schwer zu inspizieren sind. Zur rechtzeitigen Erkennung von Fehlern sind im Kopf des Roboters eine Kamera und Sensoren installiert.
Bemerkenswert ist, dass der Roboter die Energie direkt von den Stromleitungen bezieht, die er inspiziert, und zwar über ein kontaktloses Verfahren.
Nach erfolgreichen Tests an mehreren Stromleitungen haben die Unternehmen den Einsatz der Roboter auf komplexere Gebiete ausgeweitet. Auch Roboterhunde werden für Inspektionsarbeiten in Hochspannungszonen und anderen für Menschen gefährlichen Bereichen eingesetzt.















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