John Bolton gibt Geheimdienstfehler zum Iran zu (video)

Der ehemalige nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, hat sich öffentlich zu einem kürzlichen Militärschlag im Iran geäußert, der zu Schäden an einer Schule und umliegenden zivilen Gebieten führte. In einem Interview mit dem Fernsehsender «Dozhd» führte Bolton den tragischen Vorfall auf veraltete Geheimdienstinformationen und interne operative Fehler zurück. Er räumte ein, dass es für solche Fehler keine Rechtfertigung gebe, und betonte, dass die Vereinigten Staaten die Verantwortung für die verursachten Schäden tragen und den Betroffenen Entschädigungen zahlen sollten.
„Das ist unser Fehler, und dafür gibt es keine Entschuldigung. Die Vereinigten Staaten müssen für den Schaden aufkommen. Fehler passieren im Krieg, aber wir versuchen stets, uns an die Regeln zu halten“, sagte Bolton in einem Interview mit dem Fernsehsender Dozhd.
Bolton betonte, dass Fehler zwar eine bedauerliche Realität der Kriegsführung seien, die Vereinigten Staaten jedoch weiterhin entschlossen seien, die internationalen Einsatzregeln einzuhalten. Er äußerte jedoch Skepsis gegenüber der aktuellen US-Strategie gegenüber Teheran und stellte fest, dass es sich als ineffektiv erwiesen habe, sich allein auf die Androhung von Gewalt zu verlassen. Dem Politiker zufolge benötigt Washington einen grundlegenden Wandel in seinem Ansatz, der möglicherweise auf einen Regimewechsel oder eine Änderung des politischen Kurses abzielt.
Trotz der Kritik an den jüngsten taktischen Fehlern hielt Bolton daran fest, dass die Vereinigten Staaten das Recht auf Selbstverteidigung gemäß der Charta der Vereinten Nationen behalten. Er argumentierte, dass alle zukünftigen militärischen Entscheidungen mit dem Völkerrecht im Einklang stehen müssen, um die Legitimität zu gewährleisten, während gleichzeitig die anhaltenden Spannungen zwischen den beiden Nationen angegangen werden.
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