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Persisches Schach und politische Spiele belasten Trump

Persisches Schach und politische Spiele: Trumps Last

Die geopolitischen Spiele im Nahen Osten sind in eine neue und komplexe Phase eingetreten. Obwohl es auf den ersten Blick so aussieht, als sei ein Friedensschluss zwischen den USA und dem Iran erzielt worden, laufen die Ereignisse tatsächlich nach den Regeln des „persischen Schachs“ weiter. Zamin.uz analysiert die wahre Landschaft hinter diesem politischen Konflikt.

Frieden oder die Schwelle einer neuen Konfrontation?

Letzte Woche wurde die Einigung auf einen Waffenstillstand zwischen Washington und Teheran bekannt gegeben. Hört man die Erklärungen von Donald Trump, könnte ein Fan denken, der Iran habe die „weiße Fahne“ gehisst und kapituliert. Doch die Realität ist ganz anders: Die Beschlagnahmung eines iranischen Schiffes durch die USA in der Straße von Hormus und die darauffolgende iranische Drohnenattacke auf ein amerikanisches Kriegsschiff zeigen, dass die Situation immer noch kurz vor der Explosion steht. Teheran schließt nicht einmal die Möglichkeit aus, die nächsten Verhandlungen abzusagen.

Wiederholt sich das „Russland-Ukraine“-Szenario?

Die aktuelle Situation ähnelt in vielerlei Hinsicht dem gescheiterten „Blitzkrieg“ Russlands in der Ukraine. Russland, das Kiew innerhalb von drei Tagen unterwerfen wollte, sieht sich seit einem Jahr gezwungen, Bunker auf dem eigenen Territorium zu bauen. Die USA scheinen sich bei der Iran-Frage ebenfalls in einen ebenso langwierigen und komplizierten Prozess verstrickt zu haben.

Blick eines Politikwissenschaftlers: „Trump wird vorgeführt“

Der bekannte Politikwissenschaftler Arkadi Dubnow gab der Situation eine sehr treffende Beschreibung: „Die Iraner scheinen den mächtigen amerikanischen Präsidenten geradezu zu verspotten und seine Drohungen wie einen Bumerang auf ihn zurückzuschleudern. Das persische Schach belastet Trump.“ Tatsächlich kämpft der Iran mit einem Gegner, der um ein Vielfaches stärker ist, durch eine „Strategie der Komplexität“. Mit der einen Hand scheint er am Verhandlungstisch den Bedingungen zuzustimmen, mit der anderen schickt er ein einziges Schiff aufs Meer und wirft damit alle Pläne Washingtons über den Haufen.

Warum sind die USA gegenüber „Komplexität“ machtlos?

Die amerikanische Armee ist unübertroffen, wenn es darum geht, klare Feinde zu vernichten, militärische Objekte zu zerstören und technische Überlegenheit zu demonstrieren. Doch gegen eine „Strategie der Komplexität“ gibt es keine militärische Formel oder keinen Plan. Der Iran gewinnt Zeit, indem er die Verhandlungen so lange wie möglich hinauszögert.

  • Trumps Druck: Er ist besorgt über die öffentliche Unzufriedenheit angesichts von 350 Millionen Wählern, den bevorstehenden Zwischenwahlen und großen Sportveranstaltungen in den USA.

  • Die Gelassenheit des Iran: Das Teheraner Regime hat die totale Kontrolle über die Bevölkerung und praktisch keinen öffentlichen Druck.

Geschichte und Staatlichkeitsschule

Trump scheint einen wichtigen Aspekt vergessen zu haben: Amerika und Israel sind für alte staatliche Zentren wie den Iran „gestrige“ Staaten. Die Perser haben im Laufe ihrer Geschichte immense Erfahrung darin gesammelt, in jedem Kriegsszenario zu überleben und die Situation zu ihren Gunsten zu wenden. Für sie ist Krieg nicht nur das Abfeuern von Raketen, sondern ein Schachspiel, das höchste Meisterschaft erfordert.

Liebe Leser, glauben Sie, dass Trump im „persischen Schach“ matt gesetzt wird oder einen anderen Weg finden wird, die Situation zu retten? Ist die militärische Macht der USA fähig, politische Komplexität zu überwinden?

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