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Erneute Überflutung der Metrostation Chorsu

Das Problem der Überflutung der Metrostation „Chorsu“ hat sich erneut wiederholt

Infolge starker Regenfälle in Taschkent wurde der Eingangsbereich der Metrostation „Chorsu“ erneut überflutet. Experten betonen, dass es sich hierbei nicht um einen Zufall handelt, sondern um ein systemisches Problem, das sich seit Jahren wiederholt.

Wie der Klimatologe Erkin Abdulahatov mitteilte, ist dies kein Einzelfall. Seinen Angaben zufolge kam es bereits im Mai 2014 zu einer ähnlichen Situation, und im April 2023 wurden mehrere Metrostationen in der Hauptstadt überflutet.

Dies verdeutlicht, dass das Problem im Laufe der Zeit nicht behoben wurde, sondern sich im Gegenteil fortsetzt.

Die gestrigen Niederschläge waren regional ungleich verteilt. In den Bezirken Schajchontohur, Uchtepa und Tschilonzor fielen die Regenfälle deutlich intensiver aus; laut Daten einiger automatischer Stationen wurden innerhalb von nur 1,5 Stunden 4,6 mm Niederschlag verzeichnet.

Gleichzeitig fielen an der Station „Taschkent-Observatorium“ im Bezirk Junusobod lediglich 0,3 mm Niederschlag.

Zum Vergleich: Im Jahr 2014 wurden innerhalb kurzer Zeit 29 mm Niederschlag registriert. Dies zeigt, dass trotz der aktuell geringeren Intensität der Regenfälle die Schwachstellen der Infrastruktur das Problem erneut zutage gefördert haben.

Abdulahatov verwies zudem auf historische Daten. Seinen Ausführungen zufolge lag die höchste tägliche Niederschlagsmenge der letzten 170 Jahre am 28.

Mai 1895 bei 50 mm, im Jahr 1969 wurden 49 mm gemessen. Im Vergleich zu diesen Werten ist der aktuelle Niederschlag zwar deutlich geringer, dennoch tritt das Problem erneut auf.

Nach Ansicht des Experten führen Mängel in der Infrastruktur und das jahrelange Ausbleiben ausreichender Maßnahmen dazu, dass sich solche Vorfälle immer wieder wiederholen. Derzeit verbreiten sich Videos, die diesen Vorfall zeigen, auch auf internationalen Plattformen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses Ereignis erneut die Notwendigkeit einer Modernisierung der städtischen Infrastruktur unterstrichen hat. Andernfalls ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich solche Vorfälle auch in Zukunft wiederholen werden.

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