Russische Unternehmen wechseln von Telegram zu einheimischen Messengern

Die russische Wirtschaft sucht angesichts der Probleme mit dem Messenger Telegram aktiv nach Alternativen. Nach Angaben des Verbandes professioneller Nutzer sozialer Netzwerke ist die Nachfrage nach heimischen Corporate-Messengern im März 2026 um das Fünffache gestiegen.
Dies berichtet Ixbt.com.
Derzeit nutzt ein Drittel der russischen Unternehmen ein hybrides Format für die geschäftliche Korrespondenz. Während nur 15 Prozent vollständig auf Corporate-Plattformen umgestellt haben, arbeitet mehr als die Hälfte der Unternehmen weiterhin über VPN und Proxy-Server.
Einfache Nutzer testen hauptsächlich ausländische Anwendungen, darunter den türkischen Dienst „BiP“, das koreanische „KakaoTalk“, das chinesische „WeChat“ und das amerikanische „IMO“. Unternehmer konzentrieren sich jedoch verstärkt auf lokale Lösungen, bei denen das Risiko von Blockaden nahezu bei Null liegt.
Experten weisen darauf hin, dass Unternehmen Plattformen bevorzugen, die keine Nachrichtenkanäle und Bots enthalten und ausschließlich für die geschäftliche Kommunikation konzipiert sind. Als Alternativen führen „Yandex Messenger“ und „eXpress“ den Markt an, wobei einigen Plattformen aufgrund des Risikos der Überwachung der Korrespondenz noch immer kein volles Vertrauen entgegengebracht wird.
Zur Information: Im März 2026 sank der mobile Datenverkehr von Telegram in Russland um 18 Prozent. Fachleute prognostizieren, dass die Mehrheit der Firmenkunden aus Gründen der Sicherheit und Stabilität ohnehin auf heimische Systeme umsteigen wird.
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