In Gaza starben eine Schwangere und Kinder

Mindestens 13 Palästinenser wurden nach Angaben von Krankenhausvertretern und dem Innenministerium des Gazastreifens am Sonntag bei israelischen Angriffen in Gaza getötet, darunter zwei Kinder, eine schwangere Frau und neun Polizisten. Die jüngsten Angriffe erfolgten trotz eines Waffenstillstandsabkommens, das die heftigsten Kämpfe eingedämmt hatte, die nahezu täglichen Gewalttaten in dem Gebiet jedoch nicht stoppen konnte. Darüber berichtet Aljazeera.com.
Ein Angriff traf ein Haus im Flüchtlingslager Nuseirat im Zentrum des Gazastreifens und tötete vier Menschen, darunter ein Ehepaar in den Dreißigern und ihren 10-jährigen Sohn, teilte das Krankenhaus «Al-Aqsa» mit. Die Frau war mit Zwillingen schwanger. Ein 15-jähriger Nachbar wurde ebenfalls getötet. Bewohner sagten, das Gebiet sei ohne Vorwarnung angegriffen worden, während die Familien schliefen.
Bei einem weiteren Angriff wurde nahe az-Zawayda entlang des Philadelphi-Korridors ein Polizeifahrzeug bombardiert, wobei neun Beamte getötet wurden, darunter der hochrangige Funktionär Oberst Iyad Ab Yousef. Das Innenministerium von Gaza erklärte, die Beamten hätten während des Ramadan Märkte überwacht und die öffentliche Ordnung aufrechterhalten. Krankenhausvertreter sagten, 14 weitere Menschen seien verletzt worden.
Eine unmittelbare Reaktion des israelischen Militärs gab es nicht. Unterdessen erklärte Israel, der Grenzübergang Rafah zwischen Gaza und Ägypten werde am 18. März für einen begrenzten Passagierverkehr teilweise wieder geöffnet, Fracht werde jedoch nicht zugelassen. Mehr als 20.000 kranke und verletzte Palästinenser warten weiterhin darauf, zur Behandlung ausreisen zu können, darunter Tausende Kinder und Krebspatienten, während sich der Mangel an Medikamenten und Hilfsgütern weiter verschärft.
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