Ivorische Fans können aufgrund von Visabeschränkungen nicht in die USA reisen

Während die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika in ihre heiße Phase geht, reißen die organisatorischen und migrationspolitischen Kontroversen nicht ab. Nach Problemen für Usbekistan und Brasilien sowie Äußerungen von FIFA-Präsident Gianni Infantino zu den strengen US-Grenzkontrollen hat es nun die ivorische Nationalmannschaft und ihre treuen Fans hart getroffen. Aufgrund strenger Visabeschränkungen konnten Tausende ivorische Anhänger nicht zu den Gruppenspielen der WM 2026 anreisen.
Die berühmte und einflussreiche französische L'Équipe berichtete, dass Julien Kouadio Adonis, Vorsitzender des Nationalen Fan-Komitees der Elfenbeinküste (CNSE), seine tiefe Enttäuschung über die Situation wie folgt zum Ausdruck brachte:
„Leider mussten unsere engagierten Fans diese lange und historische Reise über den Ozean absagen. Der Hauptgrund ist, dass die US-Regierung keine Fußballfans aus bestimmten Ländern, insbesondere aus der Elfenbeinküste, auf ihrem Boden sehen will. Die USA haben uns deutlich gezeigt, dass sie nicht die Absicht haben, unsere Fans aufzunehmen.“
„Das ist ein schwerer Schlag für unser Land und die Fußballgemeinschaft. Unsere höchste Pflicht wäre es gewesen, unsere Mannschaft in diesem entscheidenden Moment von den Rängen aus anzufeuern. Wir hätten der Welt unsere Kultur und unsere Leidenschaft bei diesem Fußballfest präsentieren können“, klagte der Komiteevorsitzende.
Insidern zufolge hatte das CNSE geplant, eine Gruppe von mindestens 500 Fans zu entsenden. Aufgrund des strengen „Filters“ der US-Botschaft konnten jedoch nur wenige Offizielle reisen. Diese kleine Gruppe muss nun die ivorische Diaspora in den USA mobilisieren, um für Stimmung im Stadion zu sorgen.
Internationale Beobachter betonen, dass die strenge Migrationspolitik der USA nicht nur Fans, sondern auch Teilnehmer behindert. So wurde etwa dem erfahrenen somalischen Schiedsrichter Omar Artan trotz gültiger Dokumente die Einreise verweigert.
Die Elfenbeinküste startet am 15. Juni in Philadelphia gegen Ecuador in die WM. Die „Elefanten“ müssen nun ohne ihre Fans Stärke beweisen.
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