2000 Jahre alte Entdeckung versetzt Wissenschaftler in Staunen

Archäologen haben im Amazonas-Regenwald Spuren einer bisher unbekannten antiken Zivilisation entdeckt. Die riesige Metropole erstreckte sich über zehntausende Quadratkilometer und entstand lange vor den spanischen, aztekischen und Maya-Zivilisationen, berichtet RIA Novosti.

Wissenschaftler hatten schon lange vermutet, dass sich unter den dichten Wäldern der bolivianischen Flusstäler antike Bauwerke befinden. Aufgrund der Komplexität des Geländes war eine vollständige Erkundung jedoch schwierig. Selbst Luftaufnahmen zeigten nur grünen Wald.

Im Jahr 2025 untersuchten Wissenschaftler aus Bolivien, Ecuador und den USA das Gebiet mithilfe eines speziellen Laserscanners, dem LiDAR. Infolgedessen wurden unter den Bäumen Überreste antiker Siedlungen identifiziert.

Die größte Siedlung nahm eine Fläche von 300 Hektar ein, was mehr als 400 Fußballfeldern entspricht. Bei Ausgrabungen, die 2026 begannen, wurden Pyramiden mit einer Höhe von über 20 Metern, öffentliche Gebäude und Häuser gefunden. Diese wurden auf künstlichen Hügeln von bis zu 5 Metern Höhe errichtet.

Zudem wurden geometrisch präzise angelegte Kanäle und ein Straßennetz identifiziert, das die Dörfer miteinander verband. Wissenschaftler vergleichen diese Orte mit einem antiken New York. Dass alle Gebäude und Straßen nach Nordwesten ausgerichtet waren, deutet auf eine eigene Religion und Weltanschauung hin.

Diese Entdeckung ändert grundlegend die Ansicht, dass ein Leben im Amazonas-Regenwald unmöglich gewesen sei. Untersuchungen zeigen, dass einige Bauwerke über zweitausend Jahre alt sind. Zu dieser Zeit hatten die Maya, Azteken und Inka diesen Entwicklungsstand noch nicht erreicht.

Eine weitere große Stadt wurde in Ecuador entdeckt. Auch dort wurden auf Hügeln errichtete Häuser und 25 Kilometer lange ebene Straßen gefunden. Wissenschaftler schätzen, dass in dieser Region zwischen 15.000 und 100.000 Menschen gelebt haben könnten.

Damit bestätigten Wissenschaftler die Theorie des britischen Forschers Percy Fawcett, der vor einem Jahrhundert spurlos verschwand. Er glaubte, dass in diesen Regionen eine riesige Zivilisation existierte, die mit Rom und Griechenland vergleichbar war. Jüngste Entdeckungen zeigen, dass er recht hatte.

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Aziza Shukhratova
«ZAMIN.UZ» Redakteur

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