Guardiola gibt zu: Ergebnis hart, aber Hoffnung auf Viertelfinale besteht

Manchester Citys Trainer Pep Guardiola äußerte sich nach dem Spiel gegen Real Madrid ausführlich über die Startaufstellung, das Spielsystem und die Gründe für die 0:3-Niederlage. Aus den Worten des spanischen Experten ging eines deutlich hervor: Er ist mit dem Spielinhalt nicht völlig unzufrieden, doch das Ergebnis hat stark getroffen. Zudem verheimlichte er nicht, dass die Möglichkeiten vor dem Rückspiel deutlich eingeschränkt sind.
Es wird keine großen Änderungen geben
Guardiola beantwortete zunächst Fragen zur Startelf. Sein zufolge gab es diesmal keine allzu großen Änderungen. Im Spiel gegen Newcastle waren mehr Rotationen im Einsatz, in diesem Spiel hingegen traten die meisten Spieler, die in den letzten Runden zum Einsatz kamen, erneut an.
"Nein, es wird keine großen Änderungen geben. Im Spiel gegen Newcastle gab es mehr Veränderungen. In den letzten Spielen kamen die meisten dieser Spieler zum Einsatz", sagte Guardiola.
Der Plan war, über die Flügel Druck auszuüben
Laut Pep wollte er in diesem Spiel aggressiv über die Flügel spielen, insbesondere in Eins-gegen-Eins-Situationen. Er lobte Jeremys Doku besonders: Doku sei sehr gefährlich gewesen und habe mehrfach vom Flügel durchgedrungen, bis er die Torlinie erreicht hat. Auf dem rechten Flügel hatte City jedoch etwas zu kämpfen. Daher versuchte man, das Spiel über die Rückwärtsbewegungen von Antoine Semenyo und Nico O'Reilly zu gestalten.
"Ich wollte aggressiv über die Flügel spielen, besonders in Eins-gegen-Eins-Situationen. Jeremys Doku spielte fantastisch. Auf dem rechten Flügel hatten wir jedoch etwas zu kämpfen. Wir versuchten, das Spiel über Rückwärtsbewegungen zu gestalten und setzten dies mit Antoine Semenyo und Nico O'Reilly um", sagte Guardiola.
Nach Guardiolas Einschätzung ging die Mannschaft in den Angriff, suchte das Tor und versuchte, das Spiel zu öffnen. Doch im ersten Halbzeitabschnitt erzielte Real drei Tore – genau hier lag der entscheidende Wendepunkt des Spiels.
Wir haben es bis zum Ende geschafft, aber den entscheidenden Schlag fehlte
Der Trainer sprach einen Punkt schmerzlich an: City sei bis zum letzten Abschnitt des Angriffs gekommen – das sei fast schon wie ein Traum gewesen. Doch der wichtigste Aspekt fehlte: der entscheidende Schlag, die letzte Entscheidung, ein präziser Schuss, der Courtois zu einem schweren Paraden zwang.
Laut ihm habe Real nach dem ersten Tor nicht viele Chancen geschaffen, aber bei jedem Versuch erfolgreich war: Zweiter Angriff – zweites Tor, dritter Angriff – drittes Tor. Pep nannte dies "sehr schwierig" und bewertete die Qualität und Effizienz des Gegners als hoch.
Gleichzeitig sagte er, dass Real später auch die Taktik geändert habe: Sie spielten mit fünf Spielern in der Defensive, blockierten den Mittelbereich und alle elf Spieler kehrten in die Abwehr zurück. In einer solchen Situation seien Konterangriffe immer gefährlich, betonte er.
"Wir gingen oft in den Angriff und suchten das Tor. Doch sie hatten im ersten Halbzeitabschnitt dreimal die Möglichkeit und erzielten drei Tore. Wir kamen bis zum letzten Abschnitt des Angriffs vor. Deshalb änderten sie ihre Taktik, spielten mit fünf Spielern in der Defensive und blockierten den Mittelbereich sehr dicht", sagte Guardiola.
Zum Viertelfinale: "Die Chancen sind nicht groß, aber wir kämpfen"
Guardiola bewertete die Chancen der Mannschaft, in die nächste Runde zu kommen, realistisch: Derzeit sind die Chancen nicht groß. Doch er sagte, dass sie nicht aufgeben würden: "Wir werden kämpfen".
"Ich denke, das Spiel war nicht schlecht, es verlief recht gut. Ich weiß nicht, wie oft wir durch Jeremys Doku in Eins-gegen-Eins-Situationen bis zur Torlinie kamen. Durch lange Pässe und Zweikämpfe, insbesondere über Antoine Semenyo und Nico O'Reilly, schufen wir viele Möglichkeiten. Es gab Situationen, in denen drei oder vier unserer Spieler im Strafraum standen, aber wir konnten Tibo Courtois nicht einmal zu einer schweren Parade zwingen."
Jetzt geht es um Erholung und die nächsten Spiele
Laut Pep ist die wichtigste Aufgabe für die Mannschaft jetzt die mentale und physische Erholung. Denn vor ihnen steht das Spiel gegen West Ham in London, im Premier League-Kampf ist es noch nicht vorbei. Danach folgt das Rückspiel im Etihad.
Er sagte, die Fans würden das Etihad füllen und im Fußball sei nie alles vorherbestimmt: Vielleicht findet die Mannschaft eine Lösung, vielleicht finden sie den richtigen Weg gegen den Gegner.
"Das Wichtigste jetzt ist eine gewisse mentale und physische Erholung. Danach steht das Spiel gegen West Ham in London an, das wird auch nicht einfach sein. In der Premier League sind wir noch im Kampf.
Dann werden wir sehen, was passiert. Unsere Fans werden sicher ins Etihad kommen. Im Fußball kann man nie vorhersehen – vielleicht finden wir eine Lösung oder verstehen, wie wir gegen sie spielen müssen."
"3:0 ist besser als 4:0, aber immer noch hart"
Guardiola sagte auch die harte und ehrliche Wahrheit: Eine 0:3-Niederlage ist besser als 4:0, aber es bleibt ein hartes Ergebnis, dem man nicht ausweichen kann. Sein Fazit war: Inhaltlich sah das Spiel besser aus als das Ergebnis, aber die Zahl steht fest.
Kurz gesagt: Pep sah einige positive Aspekte im Spiel: Flügelangriffe, Zweikämpfe und Vorstöße in den Strafraum. Doch die Effizienz von Real und Citys Probleme beim letzten Schuss machten das Ergebnis hart. Jetzt bleibt eine Woche Zeit – und im Etihad steht die nächste große Nacht bevor.
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