Palantir-KI-Tools helfen Iran bei Zielwahl

Das US-Militär nutzt zunehmend künstliche Intelligenz, um bei der Identifizierung potenzieller Ziele in laufenden Luftoperationen mit Bezug zu Iran zu helfen, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen, die unter der Bedingung der Anonymität sprachen. Darüber berichtet Nbcnews.com.
Den Quellen zufolge verwendet das Militär KI-gestützte Software von Palantir, darunter dessen Programm zur nachrichtendienstlichen Analyse Maven. Maven stützt sich teilweise auf die Claude-Systeme von Anthropic, um Analysten beim Durchforsten großer Mengen an Aufklärungs- und Geheimdienstinformationen zu unterstützen; eine mit der Arbeit vertraute Person sagte jedoch, dass Claude nicht direkt Zielvorschläge erstellt.

Die ausgeweitete Rolle von KI sorgt in Washington auf dem Capitol Hill für stärkere Kontrolle. Die Abgeordnete Jill Tokuda aus Hawaii, Mitglied des Streitkräfteausschusses des Repräsentantenhauses, forderte eine „unparteiische Überprüfung“, um zu bewerten, ob der Einsatz von KI bereits Menschenleben gefährdet hat, und betonte, dass menschliches Urteilsvermögen bei Entscheidungen über Leben und Tod zentral bleiben müsse.
Die Abgeordnete Sara Jacobs aus Kalifornien warnte, dass KI-Tools auf subtile Weise versagen können und von Bedienern womöglich übermäßig stark vertraut werden, und drängte auf strenge Leitplanken sowie einen garantierten „Menschen in der Schleife“ bei jeder tödlichen Handlung.
Das Pentagon hat öffentlich erklärt, dass es keine autonomen Waffen ohne menschliche Beteiligung einsetzen will, hat jedoch nicht dargelegt, wie es KI-getriebene Analysen überprüft. Zusätzlich verkompliziert wird das Thema durch Spannungen zwischen Verteidigungsminister Pete Hegseth und Anthropic über Grenzen für militärische Nutzungen, einschließlich Bedenken hinsichtlich inländischer Überwachung und autonomer tödlicher Systeme.
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