Chinesin züchtet über 60.000 Giftschlangen

In China zieht eine 29-jährige Frau über 60.000 Giftschlangen auf und verdient 147.000 US-Dollar pro Jahr. Dies berichtete die South China Morning Post.
Den Informationen zufolge wurde Sin 1995 in der Stadt Guilin in Guangxi geboren. Zwei Jahre nach Abschluss ihrer Hochschulausbildung kehrte sie in ihr Dorf zurück, um ihren Vater bei der Schlangenaufzucht zu unterstützen.
Derzeit zieht sie über 60.000 Reptilien auf. Mehr als 50.000 davon sind „Fünf-Schritte“-Schlangen der hochgiftigen Vipern-Gattung, und etwa 10.000 sind Kobras. Sin gab an, dass ihr Vater dieses Geschäft als gefährlich betrachtete und zunächst gegen ihren Einstieg in diesen Bereich war. Als die Farm jedoch expandierte und ihr Vater sie nicht mehr allein bewältigen konnte, beschloss sie zu helfen.
„Fünf-Schritte“-Schlangen erhalten fertige Nahrung, aber die direkte Interaktion mit ihnen birgt weiterhin ein großes Risiko. „Ich habe keine große Angst vor solchen Schlangen. Mein Vater züchtete sie schon, bevor ich geboren wurde“, sagte Sin.
Sin erklärte, dass getrocknete Schlangen, Schlangengift und Schlangenöl in der traditionellen Medizin weit verbreitet sind. Das daraus gewonnene Gift wird in medizinischer Forschung verwendet. Derzeit ist es möglich, zweimal im Monat Gift von jeder „Fünf-Schritte“-Schlange zu gewinnen.
Ein Gramm Gift wird je nach Qualität für 40 bis 200 Yuan (6–30 US-Dollar) verkauft. Ein Schlangenfleischgericht kostet etwa 200–300 Yuan, während größere Exemplare für über 1.000 Yuan (ca. 150 US-Dollar) bewertet werden.
Nach Abzug von Arbeitskräften und anderen Kosten kann dieses Geschäft jährlich über eine Million Yuan Gewinn einbringen. Sin teilt ihre Erfahrungen und Ratschläge zur Schlangenaufzucht unter dem Namen „Das Mädchen, das Schlangengift sammelt“ in sozialen Netzwerken. Ihre Seite wird von über 22.000 Nutzern verfolgt.
„Wenn ein Schlangenpfleger sagt, er habe keine Angst, gebissen zu werden, gibt es nur einen Grund dafür: Er wurde noch nie von einer Schlange gebissen. Insbesondere beim Biss einer „Fünf-Schritte“-Schlange treten starke Schmerzen auf. Wenn man das einmal erlebt hat, wird man es lange, vielleicht sogar ein Leben lang, in Erinnerung behalten. Man könnte denken, dass nur die Stelle schmerzt, an der die Schlange zugeschnappt hat, aber tatsächlich können sich die Schmerzen bis zum Unterarm, zur Schulter und sogar zur Hälfte des Körpers ausbreiten“, sagte Sin.
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