"Man nannte mich nicht Hosila, sondern Kholmat", — Hosila Rakhimowa

Die Verdiente Künstlerin Usbekistans und eine der gefragtesten Sängerinnen bei Hochzeiten der Oase, Hosila Rakhimowa, ist am 22. April 51 Jahre alt geworden. Das Schaffen der Künstlerin, die seit ihrer Kindheit ritt und Reiterspiele betrieb, ist ebenso temperamentvoll und energiegeladen wie sie selbst. Aus diesem Anlass werfen wir einen Blick auf ihr Leben und ihren künstlerischen Werdegang.
Hosila Rakhimowa wurde in eine Ärztefamilie geboren. Ihr Vater Ibrohim Hadschi war einer der bekanntesten Heiler in Denov. Nachdem er drei Töchter hintereinander bekommen hatte, träumte er von einem Sohn und gab seiner jüngsten Tochter aus Aberglauben den Namen Kholmat. Die im Mahalla unter diesem Namen bekannte Ringerin und Reiterin war eben jene Sängerin, die wir heute kennen.
— Mein verstorbener Vater nannte mich aus Aberglauben Kholmat, da nur Töchter geboren wurden. Seit ich denken kann, wurden mir die Haare kurz geschnitten wie einem Jungen. Vom Aussehen bis zum Charakter war ich wie ein Junge. Reiten und Ringen waren meine liebsten Beschäftigungen, sagt die Sängerin.

"Wir sind unserem Vater immer dankbar"
Hosila Rakhimowa betont, dass ihr Vater einen großen Anteil an ihrem Interesse für die Kunst hatte. Denn ihr Haus wurde zu einem Gasthaus für viele Künstler.
— Sehr viele Künstler waren bei uns zu Gast. Mein Vater liebte die Kunst und unterstützte mein Interesse, sagt die Sängerin.
"Ich war ein kämpferisches Mädchen"
Heute zieht es die Künstlerin vor, sich von PR und Skandalen fernzuhalten. Allerdings erinnert sie sich lachend daran, dass sie in ihrer Kindheit recht streitlustig war.
— Der Charakter eines Menschen ändert sich mit der Zeit. Einige Züge aus meiner Kindheit sind geblieben, aber meine Streitlust ist verschwunden. Ich mochte keine zaghaften Kinder. "Ein Junge muss mutig sein", sagte ich, und ließ den Kindern des Mahallas keine Ruhe, erzählt sie.

"Wir spielten zu Hause Krankenschwester"
Unter dem Einfluss des familiären Umfelds interessierte sich die Sängerin schon als Kind für die Medizin. Auch heute kennt sie sich gut mit Medikamenten aus.
— Damals benutzten Ärzte Mehrweg-Spritzen. Da mein Vater auch zu Hause Patienten empfing, kochten meine Schwester und ich die Spritzen aus, bereiteten Medikamente vor und halfen ihm, sagt sie.
"Ich kam erst nach zwei Kindern an die Hochschule"
Sie absolvierte ihre Hochschulausbildung später als ihre Altersgenossen.
— Mein Vater wollte zuerst, dass ich heirate. Nachdem ich zwei Kinder bekommen hatte, begann ich mit seiner Unterstützung mein Studium, sagt sie.
"Ich vermisste meine Töchter und konnte nicht schlafen"
1998 trat sie in das Staatliche Kulturinstitut Taschkent ein. Mit zwei Kindern zu studieren war nicht leicht.
— Ich vermisste meine Töchter sehr und konnte nicht einmal schlafen, sagt die Sängerin.
"Meine Schwester war meine Produzentin"
2001, nach Abschluss des Instituts, begann sie ihre Solokarriere.
— Damals kannte ich den Begriff "Produzent" nicht. Meine Schwester half mir und unterstützte mich in allen Angelegenheiten, sagt sie.

Schwere Tage und Bühnenverantwortung
Im Jahr 2006 verlor die Sängerin ihren Vater und gab kurz darauf ein Konzert.
— Auch wenn mein Herz schwer war, ging ich auf die Bühne. Nach dem Konzert konnte ich meine Tränen nicht zurückhalten, sagt sie.
Ein unangenehmer Vorfall
2015 erlebte die Künstlerin auf einer Hochzeit in Taschkent eine respektlose Behandlung. Wegen betrunkener Gäste brach sie das Lied mitten in der Aufführung ab und verließ die Veranstaltung.
Hosila heute
Heute beeindruckt Hosila Rakhimowa viele auch durch ihr Aussehen. Sie ist Mutter von zwei Töchtern und einem Sohn und Großmutter von sechs Enkelkindern. Ihr ältester Schwiegersohn ist der Sänger Bahriddin Suchriddinow.
Die Künstlerin liebt Reisen und kaufte 2025 ein Haus in Antalya.

Rückkehr auf die große Bühne
Hosila Rakhimowa steht erneut vor einem Treffen mit ihren Fans. Vom 5. bis 7. Juni wird sie im Palast "Freundschaft der Völker" ein dreitägiges Solokonzertprogramm mit dem Titel "Qorabayir" präsentieren.
— Nach einer 10-jährigen Pause löst das Treffen mit den Fans in meinem Herzen große Aufregung aus, sagt die Sängerin.
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