Pérez gibt Fehler bei Arbeloa-Entscheidung zu

Präsident Florentino Pérez von Real Madrid hat offenbar Fehler bei seinen Entscheidungen bezüglich Trainerwechseln eingeräumt. Seiner Meinung nach erfolgte der Trainerwechsel nicht zum richtigen Zeitpunkt und wirkte sich negativ auf die nachfolgenden Prozesse aus.
Xabi Alonso hatte den Verein am 12. Januar nach der 2:3-Niederlage im Finale des spanischen Supercups gegen Barcelona verlassen. Sein Nachfolger wurde Alvaro Arbeloa.
Laut der Zeitung „ABC“ wollte Pérez Alonso bereits früher entlassen, nämlich nach der 1:2-Niederlage gegen Celta Ende Dezember. Der Generaldirektor des Vereins, José Ángel Sánchez, riet jedoch davon ab, diese Entscheidung überstürzt zu treffen. Dies führte zu einer Verzögerung, die Arbeloas Aufgabe erschwerte.
Pérez betont, dass er Arbeloas Arbeit schätzt und ihn respektiert, plant jedoch nicht, ihn in der nächsten Saison als Cheftrainer zu behalten. Seiner Meinung nach konnten weder Alonso noch Arbeloa die vom Verein erwarteten Spitzenleistungen erzielen.
Obwohl der Vereinschef anerkennt, dass das Team besser spielt als in den letzten beiden Saisons, glaubt er, dass ein Spitzen-Trainer für den wirklichen Sprung nach vorn nötig ist. Daher wird erwartet, dass neben den Sommer-Transfers auch die Trainerfrage eingehend analysiert wird.
Gleichzeitig sind keine großen Umwälzungen im Kader geplant. Der Schwerpunkt liegt auf der Verstärkung der zentralen und rechten Abwehr sowie des Mittelfelds.
Real Madrid prüft derzeit auch eine Reihe von Transferoptionen für die Zukunft. So wird die Möglichkeit der Rückkehr von Nico Paz von Como und Viktor Muñoz von Osasuna geprüft. Auch die Rückkehr von Endrick, der derzeit an Lyon ausgeliehen ist, ist geplant.
Einige junge Spieler, darunter Franco Mastantuono, könnten verliehen werden, während Gonzalo Garcia möglicherweise mit einer Rückkaufoption verkauft wird.
Derzeit belegt Real Madrid nach 32 Runden in La Liga mit 73 Punkten den zweiten Platz. Das Team liegt 6 Punkte hinter Barcelona, die Katalanen haben jedoch ein Spiel weniger absolviert.