NASA und SpaceX ändern Strategie für Mondlandung: Flug erfolgt nun direkt

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat das Flugschema des Artemis-Programms grundlegend überarbeitet, um die Rückkehr der Menschheit zum Mond zu beschleunigen. Der neue Plan, der in Zusammenarbeit mit SpaceX und Blue Origin umgesetzt wird, zielt darauf ab, die erste Landemission seit über einem halben Jahrhundert sicherer und effizienter zu gestalten. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .
Die wichtigsten Änderungen betreffen die Artemis 3-Mission, bei der das Orion-Raumschiff im niedrigen Erdorbit Test-Dockingmanöver mit dem Starship von SpaceX und dem Blue Moon Mark 2 von Blue Origin durchführen wird. Laut ixbt.com werden die Ergebnisse dieser Tests als Grundlage für die Artemis 4-Mission dienen, die für 2028 geplant ist und die erste bemannte Landung im Rahmen des neuen Programms markiert.
Ein scharfer Kurswechsel in der SpaceX-Strategie
Die gravierendsten Änderungen betrafen die von Elon Musks SpaceX vorgeschlagene Architektur. Ursprünglich sollte das Orion-Raumschiff im Mondorbit (NRHO) an das Starship andocken. Nach dem neuen Schema wurde dieser komplexe Prozess jedoch in den niedrigen Erdorbit verlegt. Nun werden sich Starship und Orion im Erdorbit vereinen und erst dann als einheitliches System zum Mond aufbrechen.Jessica Jensen, Vizepräsidentin von SpaceX, betonte, dass die Durchführung des Docking-Prozesses in Erdnähe die Sicherheit der Besatzung erheblich erhöht. Die komplexesten technischen Phasen können so in Erdnähe getestet werden, wo bei Notfällen schnell eingegriffen werden kann. Zudem bietet diese Methode zusätzliche Optionen für die Rückkehr der Besatzung vom Mond.
Der neue Ansatz hilft auch, den Kraftstoffverbrauch zu senken. Ein direkter Flug zum Mond reduziert die Anzahl der Flüge, die zum Auftanken des Starship im Orbit erforderlich sind. Laut NASA-Vertreter Steve Creech ermöglicht diese Route den Verzicht auf komplexe technische Anforderungen für die langfristige Treibstofflagerung, was das Design des Starship vereinfacht.
Blue Origin und Risikominderung
Auch das Unternehmen Blue Origin von Jeff Bezos hat seine Strategie vereinfacht. Das Unternehmen verzichtete auf ein separates Treibstofftransportfahrzeug und entschied sich stattdessen für den Einsatz von Booster-Stufen, die auf dem unbemannten Blue Moon Mark 1-Fahrzeug basieren. NASA-Experten bewerten diese Entscheidung als die Beseitigung eines der technisch riskantesten Elemente des Programms.Obwohl es kürzlich bei Tests der New Glenn-Rakete von Blue Origin zu einer Explosion kam, teilte das Unternehmen mit, dass die Arbeiten an den Mondfahrzeugen planmäßig verlaufen. NASA und ihre privaten Partner wollen mit diesen aktualisierten Schemata nicht nur Zeit sparen, sondern auch neue Standards in der Weltraumforschung setzen.
















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