Wissenschaftler finden ungewöhnlichen Planeten mit Salzwolken in 54 Lichtjahren Entfernung

Ein internationales Team von Astronomen hat in der Atmosphäre des Exoplaneten GJ504B, der in einem fernen Teil des Universums liegt, ungewöhnliche Wolken aus Mineralsalzen identifiziert. Diese Entdeckung hilft, seltsame Merkmale im Spektrum des Planeten zu verstehen, die Wissenschaftler lange Zeit rätseln ließen. Die Forschungsergebnisse könnten die Vorstellungen über die Entstehung und chemische Zusammensetzung von Gasriesen im Universum grundlegend ändern. Dies berichtet Ixbt.com Nachrichten berichtet.
Wie Ixbt.com berichtet, basierte diese weltweite Entdeckung auf Daten des James Webb Space Telescope. Durch Computermodellierung der Planetenatmosphäre kamen die Forscher zu dem Schluss, dass Wolken aus Kaliumchlorid, Zinksulfid und anderen Salzverbindungen am besten zu allen beobachteten Indikatoren passen.
Der Planet GJ504B befindet sich etwa 54 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Jungfrau (Virgo). In der Astronomie wird er aufgrund seiner einzigartigen Farbe oft als „rosa Planet“ bezeichnet. Die ungewöhnlichen Eigenschaften seiner Atmosphäre und seines Spektrums waren jahrelang ein Rätsel, doch die Theorie der Salzwolken hat nun für Klarheit gesorgt.
Einzigartige Eigenschaften des Gasriesen
Obwohl GJ504B zur Kategorie der Gasriesen gehört, beträgt die Temperatur in seiner Atmosphäre etwa 238 Grad Celsius. Für solch riesige Objekte gilt dieser Wert als relativ niedrig. Analysen mit dem James Webb Teleskop bestätigten die Existenz nicht nur von Salzwolken, sondern auch anderer wichtiger Elemente. Insbesondere wurden in der Atmosphäre folgende Stoffe nachgewiesen:- Wasserdampf;
- Methangas;
- Ammoniak;
- Kohlenmonoxid.
Neuen Berechnungen zufolge ist die Masse von GJ504B 24-25 Mal so groß wie die des Jupiters. Dieses enorme Gewicht macht ihn zu einem der massivsten bekannten Gasriesen. Daher steht er an der Grenze zwischen gewöhnlichen Planeten und „Braunen Zwergen“ (Zwischenobjekte zwischen Planeten und Sternen).
Diese Studie beweist erneut, wie vielfältig die Exoplaneten im Universum sind. Die Existenz von Salzwolken zeigt, dass die Wetterbedingungen auf kosmischen Objekten weitaus komplexer und interessanter sind, als wir es uns vorgestellt haben.
















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