US-Regierung öffnet Stromnetz für KI-Rechenzentren

US-Regierung öffnet Stromnetz für KI-Rechenzentren

Die US-amerikanische Federal Energy Regulatory Commission (FERC) hat den großen Stromnetzbetreibern des Landes eine offizielle Anweisung erteilt, den Prozess des Anschlusses von AI-Rechenzentren und anderen Großverbrauchern an das Netz zu beschleunigen. Diese Entscheidung gilt als wichtiger Schritt, um die durch die rasante Entwicklung der AI-Technologien entstandene Energiekrise zu mildern. Dies berichtet Techcrunch.com Nachrichten berichtet.

Gemäß den neuen Regeln müssen sechs Hauptnetzbetreiber einen zeitnahen und geordneten Anschluss von Rechenzentren an das Übertragungssystem gewährleisten. Entscheidend ist, dass alle mit dem Anschluss verbundenen Kosten von den Eigentümern der Rechenzentren, also den Tech-Giganten, getragen werden. Die Kommissionsmitglieder haben diese Entscheidung einstimmig gebilligt.

Technologische Innovationen und neue Anforderungen

Die FERC beabsichtigt nicht nur, den Anschluss zu beschleunigen, sondern auch Start-ups für den Sektor zu gewinnen. Die Betreiber wurden beauftragt, "alternative Übertragungstechnologien" zu prüfen. Obwohl keine konkreten Namen genannt wurden, betonen Experten, dass es sich hierbei um Festkörpertransformatoren und supraleitende Übertragungsleitungen handelt.

Netzbetreiber haben 30 Tage Zeit, über ihre vorhandenen Reservekapazitäten zu berichten, und 60 Tage, um regionale Stromtarife zu überprüfen oder zu schützen. Zudem werden erweiterte Möglichkeiten für die Nutzung von unabhängigen Energiequellen "behind-the-meter" für Rechenzentren geschaffen.

Energiemangel und steigende Preise

Laut Bloomberg sind die Großhandelspreise für Strom in einigen Regionen in den letzten fünf Jahren um bis zu 267 Prozent gestiegen. Diese Situation hängt mit dem enormen Energiehunger der Rechenzentren zusammen. Schätzungen zufolge wird der Stromverbrauch dieser Zentren bis 2035 fast dreifach ansteigen.

Die Komplexität der Lage besteht darin, dass die FERC-Richtlinien zwar den Anschluss beschleunigen, aber das Problem des Mangels an Erzeugungskapazitäten nicht lösen. Bis Ende 2023 überstieg das Volumen der Anträge für den Netzanschluss neuer Kraftwerke die Gesamtkapazität aller bestehenden Anlagen. Das bedeutet, dass die in der Warteschlange stehenden Projekte die Kapazität des aktuellen Systems übersteigen.

US-Energieminister Chris Wright hat das Thema auf Regierungsebene gehoben und gewarnt, dass Verzögerungen beim Anschluss die Wettbewerbsfähigkeit des Landes im Bereich der AI beeinträchtigen könnten. Derzeit haben Unternehmen wie Google, Microsoft und OpenAI große Schwierigkeiten, stabile Energiequellen für ihre Rechenzentren zu finden.

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