Moskauer Metro wechselt von ausländischer Software zu Linux

Moskauer Metro wechselt von ausländischer Software zu Linux

Die Moskauer Metro hat ein groß angelegtes Projekt gestartet, um ihre gesamte Informations- und Ticketinfrastruktur auf das in Russland entwickelte Betriebssystem Astra Linux umzustellen. Dieser strategische Schritt zielt darauf ab, die Abhängigkeit des Verkehrssystems von ausländischen Technologien zu verringern und die Cybersicherheit zu stärken. Laut CNews werden in den nächsten drei Jahren zehntausende Geräte auf der neuen Plattform betrieben. Dies berichtet Ixbt.com Bericht gibt an.

Im Rahmen des Projekts werden Kassen, Ticketautomaten, Informationsterminals und Drehkreuze, die täglich von Fahrgästen genutzt werden, vollständig aktualisiert. Als einheitliche Softwareplattform wurden die Desktop-, Server- und Embedded-Versionen von Astra Linux gewählt. Dies ermöglicht es der Metro, sowohl interne Server als auch kleine Endgeräte für Fahrgäste in einem einzigen Ökosystem zu vereinen.

Fragen der technologischen Unabhängigkeit und Sicherheit

Nach Angaben von Group Astra wurde die erste Phase des Projekts erfolgreich abgeschlossen. Bis 2025 hat die Metro Lizenzen für verschiedene Versionen des Betriebssystems erworben. Besonderes Augenmerk liegt auf der Embedded-Version für eingebettete Systeme und Self-Service-Terminals. Zukünftig sollen mehr als 6.000 Zahlungsgeräte und alle Drehkreuze auf dieses System umgestellt werden.

Vertreter der Moskauer Regierung betonten, dass der Übergang zum neuen System nicht nur eine politische oder wirtschaftliche, sondern eine technische Notwendigkeit sei. Vor dem Hintergrund des Marktaustritts ausländischer Softwareanbieter ist die Gewährleistung des stabilen Betriebs kritischer Infrastrukturen wie des Verkehrs zu einer Priorität geworden. Alle neu installierten Geräte werden künftig standardmäßig mit Astra Linux ausgestattet.

Auch in Usbekistan ist die Digitalisierung von Verkehrssystemen und die Nutzung lokaler Lösungen ein aktuelles Thema. In der Taschkenter Metro wurden in den letzten Jahren Zahlungssysteme und Monitoringprozesse schrittweise modernisiert. Die russische Erfahrung zeigt, dass große Megastädte es vorziehen, auf Open-Source- oder nationale Betriebssysteme zu setzen, um unerwartete technologische Ausfälle zu vermeiden.

Änderungen in anderen Städten

Diese Änderungen in Moskau dienen als Vorbild für andere Großstädte Russlands. Beispielsweise bereitet sich auch die Metro von Sankt Petersburg darauf vor, ihre Drehkreuze auf lokale Software umzustellen. Die Arbeiten dort sollen bis März 2027 abgeschlossen sein. Experten glauben, dass eine solche Massenmigration die Position von Linux-basierten Systemen im Transportsektor weiter stärken wird.

Insgesamt verfolgt dieses Projekt folgende Ziele:

  • Beendigung der Abhängigkeit von ausländischen Softwarelieferanten;
  • Erhöhung der Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastrukturen gegen Cyberangriffe;
  • Vereinfachung der zentralisierten Softwareaktualisierung und -verwaltung;
  • Verlängerung der Lebensdauer der Geräte durch ein optimiertes OS.
Nach Abschluss des Projekts wird die Moskauer Metro voraussichtlich eines der weltweit größten Transportnetze werden, das auf einem Linux-System läuft. Dies wird als Grundlage für die künftige umfassendere Einführung intelligenter Verkehrssysteme dienen.

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Abror Shuhratov
«ZAMIN.UZ» Redakteur

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