Russische Regionen meldeten nächtliche Angriffe

Russische Beamte gaben bekannt, dass die Luftverteidigung in der Nacht eine weitere Welle von Drohnenangriffen abgewehrt habe. Moskaus Bürgermeister Sergei Sobjanin erklärte, dass zwischen 22:00 Uhr am 16. März und 6:20 Uhr am 17. März (Moskauer Zeit) 39 Drohnen, die auf die Hauptstadt zuflogen, zerstört worden seien. In mehreren Beiträgen auf Telegram machte Sobjanin keine Angaben zu den angegriffenen Zielen oder den Bezirken der Moskauer Region, in denen die Drohnen abgefangen wurden.
Diese jüngsten Meldungen folgen auf Sobjanins Aussage vom 16. März, wonach die Luftverteidigung in den vergangenen zwei Tagen fast 250 „feindliche Drohnen“ abgeschossen habe, die sich Moskau genähert und entlang der sekundären Verteidigungslinie der Stadt bewegt hätten. Die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS bezeichnete die Angriffe, die zwischen dem 14. und 16. März stattfanden, als den größten Angriff auf Moskau seit einem Jahr.
Die Behörden der Region Moskau haben bisher nur wenige Details veröffentlicht. Regionalgouverneur Andrei Worobjow hat sich zu dem jüngsten Angriff in der Nacht noch nicht öffentlich geäußert. Daher bleibt unklar, ob die in der Nähe der Hauptstadt abgefangenen Drohnen Infrastruktur, militärische Einrichtungen oder zivile Gebiete im Visier hatten.
Auch aus anderen Regionen Russlands wurden Schäden und Opfer gemeldet. Im Gebiet Belgorod erklärte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow, die Stadt Koroscha sei in der Nacht zum 17. März von einem Drohnenangriff getroffen worden. Fünf Menschen seien verletzt worden, als die Drohne in der Nähe eines öffentlichen Gebäudes explodierte. Er nannte jedoch keine Details zur Art des Gebäudes. Alle fünf hätten eine Einweisung ins Krankenhaus abgelehnt.
Im Gebiet Brjansk berichtete Gouverneur Alexander Bogomas von drei Verletzten bei einem Drohnenangriff in der Nacht. Drei Wohnhäuser und ein Auto seien beschädigt worden. Weiter nordwestlich erklärte Gouverneur Alexander Drosdenko vom Gebiet Leningrad, vier Drohnen seien in den frühen Morgenstunden des 17. März über dem Südwesten des Gebiets abgeschossen worden. Er machte jedoch keine Angaben zu möglichen Schäden oder anderen Folgen.
Neue Berichte deuten darauf hin, dass im Konflikt weiterhin Langstreckendrohnen eingesetzt werden und solche Angriffe auf russischem Territorium immer häufiger vorkommen. Während die Behörden erfolgreiche Abfangaktionen hervorgehoben haben, haben sie nur wenige Informationen über die Flugrichtung, die Startpunkte oder die beabsichtigten Ziele der Drohnen preisgegeben.
Lesen Sie „Zamin“ auf Telegram!