USA verlängern Ausnahmeregelungen für Handel mit russischem Öl erneut

Die Situation auf dem globalen Energiemarkt ist weiterhin von unerwarteten Wendungen geprägt. Die US-Regierung hat beschlossen, die bestehenden Ausnahmeregelungen für den Handel mit russischem Öl und Erdölprodukten zu verlängern. Zamin.uz analysiert auf der Grundlage internationaler Publikationen die Gründe und Folgen dieser Entscheidung.
Lizenzfrist bis zum 16. Mai verlängert
Wie die Agentur Reuters berichtet, hat Washington beschlossen, die Genehmigungsfrist für den Verkauf von russischen Rohstoffen, die bereits auf Tankern geladen sind, bis zum 16. Mai zu verlängern. Interessanterweise hatte der US-Finanzminister Scott Bessent kurz zuvor noch betont, dass solche Privilegien nicht mehr gewährt würden. Es scheint jedoch, dass die Marktlage das Weiße Haus dazu gezwungen hat, seine Position zu überdenken.
Ölpreis und der Iran-Faktor
Wir erinnern daran, dass die ersten Erleichterungen für russisches Öl am 13. März dieses Jahres gewährt wurden. Grund dafür war der steile Anstieg der Energietransportkosten infolge bewaffneter Zusammenstöße im Nahen Osten, insbesondere im Iran. Damals bezeichnete Bessent diese Maßnahme als „vorübergehende und eng gefasste Maßnahme“ und erklärte, dass Moskau keinen großen Nutzen daraus ziehen würde.
Milliardenprofite: Analyse der IEA und NYT
Doch die Zahlen zeichnen ein anderes Bild. Laut der Zeitung The New York Times verdient Russland durch die Lockerung der Sanktionen täglich mehr als 100 Millionen US-Dollar zusätzlich aus dem Ölhandel.
Die Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) sind noch erstaunlicher:
- Februar: Die Einnahmen waren niedriger.
- März: Die Einnahmen aus Ölexporten stiegen fast doppelt an und erreichten 19 Milliarden US-Dollar.
Die „Schattenflotte“ und der Plan der Trump-Administration
Die Administration von Donald Trump beabsichtigte, die Ölpreise auf dem Weltmarkt durch eine Lockerung der Sanktionen zu stabilisieren (zu senken). Das erwartete Ergebnis wurde jedoch nicht erreicht. Als Hauptgrund wird die russische „Schattenflotte“ genannt. Da ein Großteil des russischen Öls unter Umgehung internationaler Beschränkungen auf speziellen Tankern transportiert wird, wird der offizielle Preismechanismus am Markt behindert.
Liebe Leser, glauben Sie, dass diese Entscheidung der USA dazu beitragen wird, die Benzin- und Kraftstoffpreise auf dem Weltmarkt zu senken? Oder ist dies lediglich ein vorübergehendes politisches Manöver?
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