Frau wollte Ehemann mit Magie töten – spektakulärer Prozess

Ein außergewöhnlicher Fall, der große Aufmerksamkeit erregte, wurde vor dem Familiengericht in Istanbul, Türkei, verhandelt. Die Ehe eines Paares wurde aufgrund von Vorwürfen aufgelöst, dass die Frau Hexerei gegen ihren Ehemann angewandt hatte. Dies berichtete "Oda TV".
Es wird berichtet, dass der in Istanbul lebende Mann Z.T. und die Frau N.T. im Jahr 2004 geheiratet haben. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor. Den Gerichtsunterlagen zufolge erwachte Z.T. eines Morgens und sah, wie seine Frau N.T. sich mit einer Schere die Haare schnitt.
Als der Ehemann seine Frau nach dem Grund für diese Handlung fragte, antwortete sie angeblich: „Ich wende Magie gegen dich an, damit du krank wirst und stirbst.“
Zutiefst schockiert suchte Z.T. an diesem Tag jeden Winkel des Hauses ab und fand an verschiedenen Stellen 5–6 versiegelte Amulette. Er versteckte diese Amulette und begann, seine Frau zu beobachten.
In der Klageschrift heißt es, dass der Ehemann auf dem Telefon seiner Frau Nachrichten mit einem anderen Mann entdeckte. Zudem stellte er fest, dass die Frau geheime Treffen mit diesem Mann hatte.
Z.T., der betonte, Opfer von Verrat und Hexerei geworden zu sein, reichte die Amulette und Nachrichten als Beweise ein und beantragte die Scheidung. In seinem Antrag erklärte er Folgendes:
"Meine Frau hat mich betrogen. Sie hat ständig Zaubersprüche gegen mich gewirkt. Sie verbringt den ganzen Tag mit ihrem Liebhaber auf der Straße. Sie konsumiert regelmäßig alkoholische Getränke und kümmert sich weder um den Haushalt noch um die Erziehung der Kinder. Sie hat einen Todeszauber gegen mich gewirkt. Daher fordere ich die Scheidung von N.T. und verlange 700 Tausend Lira Schmerzensgeld."
N.T. wies ihrerseits alle Vorwürfe zurück. Sie behauptete, die Vorwürfe der Hexerei seien grundlos und die gefundenen Amulette seien lediglich gewöhnliche Segensgebeten.
In einer Gegenklage vor Gericht beschuldigte die Frau ihren Ehemann der Geizigkeit. Sie betonte, dass der Ehemann ständig Belege und Abrechnungen für all ihre Ausgaben verlangt habe.
"Ein solches Leben war schwer für mich. Der Hauptschuldige am Zerbrechen unserer Familie ist mein Ehemann", sagte N.T. und forderte 200 Tausend Lira Entschädigung von ihrem Mann.
Während des Prozesses wurden die von Z.T. vorgelegten Amulette an einen Spezialisten geschickt. Ein Experte, ein Arabisch-Dolmetscher, versuchte sie zu lesen, doch da er den Text nicht genau übersetzen konnte, wurde die Hilfe eines Moschee-Imams in Anspruch genommen.
Der Imam bestätigte, dass in den Amuletten tatsächlich Hexerei vorhanden sei. Seiner Meinung nach könnte die Magie wieder stärker werden, wenn diese Texte neu abgeschrieben würden.
Auch der Experte zitierte die Worte des Imams in seinem Gutachten, stellte fest, dass es sich bei diesen Schriften um Hexerei handele, und betonte, dass sie nicht neu geschrieben werden dürften.
Das Gericht befand schließlich beide Parteien für die Eheprobleme verantwortlich und entschied über die offizielle Scheidung des Paares.
















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