Geheimnisvolles Funksignal aus dem All erregt Aufmerksamkeit der Wissenschaftler

Wissenschaftler, die Daten von 33 Planetensystemen mithilfe des chinesischen FAST-Radioteleskops neu analysierten, haben ein ungewöhnliches Funksignal aus Richtung des Sterns K2-155 entdeckt. Die Forscher betonen jedoch, dass es derzeit keine ausreichenden Beweise gibt, um dieses Signal mit einer außerirdischen Zivilisation in Verbindung zu bringen. Dies berichteten TRT Haber und ScienceAlert.
Es wird berichtet, dass Wissenschaftler Funksignale untersuchen, um Spuren technologisch fortgeschrittener Lebensformen im Universum zu finden. Dieser Bereich fällt unter SETI – die Suche nach außerirdischer Intelligenz.
In der Studie wurden Daten von 33 Exoplanetensystemen, die das 500-Meter-FAST-Radioteleskop im Jahr 2021 beobachtet hatte, mit neuen Methoden erneut ausgewertet. Die Wissenschaftler suchten nach Funksignalen in einem sehr schmalen Frequenzbereich, die in natürlichen kosmischen Prozessen selten vorkommen und deren Frequenz sich im Laufe der Zeit ändert.
Während der erneuten Analyse wurden zunächst über 139.000 Signale registriert. Nach Anwendung verschiedener Filter und Methoden zur Identifizierung von Funkstörungen wurde das Augenmerk auf nur zwei davon gelegt. Eines davon war ein bereits bekanntes Signal, das sich als terrestrische Störung herausstellte, während das zweite ein neues Signal aus Richtung des K2-155-Systems war.
Signal aus Richtung K2-155
Das Signal mit der Bezeichnung NBS 260108 wurde in Richtung des Roten Zwergs K2-155 registriert, der etwa 238 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Dieses System beherbergt drei Super-Erden, von denen der äußere Planet nahe der bewohnbaren Zone des Sterns liegt.
Das Signal wurde bei einer Frequenz von 1148,4167 MHz aufgezeichnet und erregte die Aufmerksamkeit der Forscher durch seine Schmalbandigkeit und die zeitliche Frequenzverschiebung. Zudem wurde es im Hauptstrahl des FAST-Teleskops in Richtung K2-155 erfasst und nicht in den umliegenden Nebenstrahlen beobachtet.
Weitere Untersuchungen bestätigten jedoch nicht, dass das Signal von einer außerirdischen Zivilisation stammt. Das Signal trat nur in einem Polarisationskanal stark auf. Zudem wurden ähnliche Signale bei ähnlichen Frequenzen auch bei der Beobachtung von drei anderen Sternen registriert. Dies verstärkt die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um Funkstörungen von der Erde oder von Teleskopgeräten handelt.
Die Forscher konnten die genaue Quelle des Signals bisher nicht bestimmen. Daher bleibt NBS 260108 ein unbekanntes Signal, wobei die Wahrscheinlichkeit, dass es von der Erde oder technischer Ausrüstung stammt, höher eingeschätzt wird als ein außerirdischer Ursprung.
Funkstörungen als eine der größten Herausforderungen
Bei der Identifizierung schwacher Signale aus dem All stellen terrestrische Funkwellen ein großes Problem dar. Geräte wie Satelliten, Flugzeuge, Kommunikations- und Navigationssysteme können astronomische Beobachtungen stören.
Die Fähigkeit des FAST-Teleskops, mit 19 separaten Strahlen gleichzeitig verschiedene Richtungen zu beobachten, hilft dabei, solche Signale zu unterscheiden.
Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass diese Studie derzeit keinen Beweis für die Existenz außerirdischen Lebens liefert. Neue Methoden des maschinellen Lernens und der Signalfilterung könnten jedoch in Zukunft bei der Suche nach technologischen Signalen aus dem All hilfreich sein.
















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