Vater stellt zu Hause Medizin her, um seinen Sohn zu retten

Vater stellt zu Hause Medizin her, um seinen Sohn zu retten

Im Jahr 2021 erregte die Geschichte von Xu Wei aus China weltweite Aufmerksamkeit. Nachdem bei seinem Sohn Haoyang, der in Kunming lebt, das seltene Menkes-Syndrom diagnostiziert wurde, begann der 30-jährige Vater, sich eigenständig in Medizin und Chemie einzuarbeiten, um ihn zu retten. Dies berichtete Euronews.

Das Menkes-Syndrom ist eine Erbkrankheit, die den Prozess der Kupferaufnahme und -verwertung im Körper stört. Die Krankheit tritt besonders häufig bei Jungen auf, und in schweren Fällen überleben die Patienten oft nicht das dritte Lebensjahr. Es gibt keine wirksame Heilung für die Krankheit, aber Kupferpräparate können in einigen Fällen das Fortschreiten verlangsamen.

Ärzte teilten Xu Wei mit, dass das Kupfer-Histidin Präparat, das seinem Sohn helfen könnte, in China nicht erhältlich sei. Aufgrund der COVID-19-Pandemie war auch die Möglichkeit einer Behandlung im Ausland eingeschränkt. Daraufhin begann der Vater, mithilfe von Übersetzungsprogrammen wissenschaftliche und medizinische Materialien aus dem Internet – hauptsächlich auf Englisch – zu studieren, um einen Weg zur Herstellung des Präparats zu finden.

Xu Wei richtete im Fitnessstudio seines Vaters ein kleines Labor ein und kaufte die notwendige Ausrüstung. Nach etwa sechswöchiger Forschung und Experimenten gelang es ihm, eine erste Probe von Kupfer-Histidin herzustellen. Er testete das Präparat zunächst an Kaninchen und dann an sich selbst. Erst danach begann er, es seinem Sohn zu verabreichen.

Laut Xu Wei verbesserten sich etwa zwei Wochen nach Beginn der Behandlung einige Blutwerte seines Sohnes. Kupfer-Histidin ist jedoch kein vollständiges Heilmittel für die Krankheit, sondern ein Präparat, das hilft, das Fortschreiten zu verlangsamen und einige Symptome zu lindern.

Die Entschlossenheit des Vaters zog später auch die Aufmerksamkeit von Experten aus dem Bereich der Biotechnologie auf sich. VectorBuilder Das Unternehmen und Forscher von Lantu begannen eine Zusammenarbeit an einer Gentherapie für das Menkes-Syndrom. Später nahm Haoyang an einem experimentellen Gentherapie-Programm in diesem Bereich teil.

Die Geschichte von Xu Wei zeigt, wie wichtig die Entschlossenheit von Eltern bei der Suche nach Behandlungsmethoden für Patienten mit seltenen Krankheiten sein kann. Sein Ziel war es nicht nur, seinem eigenen Kind zu helfen, sondern auch dazu beizutragen, wirksame Behandlungsmethoden für andere Kinder zu finden, die gegen das Menkes-Syndrom kämpfen.

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