Amazon erhöht Budget für KI-Projekte um 860 Prozent

Amazon erhöht Budget für KI-Projekte um 860 Prozent

Die rasante Einführung von KI-Technologien stellt Großkonzerne vor unerwartete finanzielle Herausforderungen. Wie die Financial Times berichtet, hat Amazon bei internen Projekten massiv Geld für den Einsatz von KI-Tools verschwendet und das festgelegte Budget drastisch überschritten, berichtet Ixbt.com. berichtet .

Konkret kostete ein Projekt auf dem Marktplatz, das darauf ausgelegt war, Autorendaten automatisch mit Produktkarten abzugleichen, das Unternehmen 1,8 Millionen US-Dollar. Für diese Aufgabe wurde das Claude Sonnet Modell von Anthropic verwendet, und es stellte sich heraus, dass dieser Betrag unglaubliche 860 Prozent über dem ursprünglich genehmigten Budget lag.

Mangelnde Kontrolle und versteckte Kosten

Die Situation wurde dadurch verschlimmert, dass diese finanzielle Diskrepanz nicht sofort bemerkt wurde. Die extrem hohen Kosten wurden erst fünf Monate später entdeckt, und das Bedauerlichste ist, dass das Projekt trotz der ausgegebenen Summen am Ende nie in der Praxis umgesetzt wurde.

Laut Angaben der Financial Times waren solche Fälle keine Einzelfälle. Das Unternehmen gab zusätzlich 541.000 US-Dollar für die Entwicklung eines Finanzaudit-Tools und fast 134.000 US-Dollar für ein KI-Projekt zur Optimierung von Logistikprozessen zu viel aus.

Interne Kritik und ein Wandel des Ansatzes

Amazon-Ingenieure bezeichneten solche Vorfälle in einem internen geschlossenen Meeting als «katastrophal teuer». Ein Mitarbeiter betonte ausdrücklich, dass es sehr schwierig sei, die realen Kosten von KI-Projekten im Voraus genau zu berechnen.

Daraufhin beschloss das Amazon-Management, das interne KiroRank-Rating-System zu schließen, das Mitarbeiter dazu ermutigt hatte, KI-Agenten aktiv zu nutzen. Nun fordert die Unternehmensführung ihre Mitarbeiter auf, «KI nicht einfach nur um ihrer selbst willen einzusetzen».

Unter den gegebenen Umständen haben die steigenden Kosten den Konzern gezwungen, seine Ansätze zur Nutzung fortschrittlicher Technologien zu überdenken. Vertreter von Amazon erklärten ihrerseits, dass die in der Financial Times genannten Daten nur auf Einzelfällen basieren und nicht vollständig widerspiegeln, wie die Mehrheit der Teams KI in internen Prozessen anwendet.

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