Kanada tritt in die Ära der Weltraumunabhängigkeit ein: NordSpace eröffnet neue Raketenfabrik

Kanada tritt in die Ära der Weltraumunabhängigkeit ein: NordSpace eröffnet neue Raketenfabrik

Das kanadische Luft- und Raumfahrtunternehmen NordSpace hat seinen neuen Produktionskomplex Rocket Factory 1 (RF-1) in Markham, Ontario, in Betrieb genommen. Dieser Schritt wird als wichtiger Wendepunkt zur Sicherung der nationalen Souveränität beim Zugang zum Weltraum und zur Verringerung der Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten gewertet. Laut Ixbt.com ermöglicht das neue Werk Kanada, eigene Raketen unabhängig zu entwerfen und zu produzieren. Dies berichtet Ixbt.com Nachrichten berichtet.

Der neue Komplex umfasst etwa 5.570 Quadratmeter und ist damit fast 10-mal größer als der bisherige Hauptsitz des Unternehmens. Diese umfangreiche Infrastruktur ermöglicht es NordSpace, nicht nur leichte und mittlere Trägerraketen, sondern auch komplexe Weltraumsysteme in Serie zu produzieren. Dies bedeutet neue Arbeitsplätze und Exportpotenziale für die kanadische Technologieindustrie.

Rahul Goel, CEO von NordSpace, bezeichnete die Eröffnung des RF-1-Werks als strategischen Schritt zur Entwicklung nationaler Weltraumkapazitäten. Er betonte, dass für eine echte Souveränität die gesamte technologische Kette — von der Produktion über die Ausbildung von Fachkräften bis hin zur Testinfrastruktur — unter nationaler Kontrolle stehen muss. Andernfalls bleibe die Abhängigkeit von internationalen Anbietern im Bereich der Weltraumtechnologie bestehen.

Große Pläne und neue Projekte

Das Unternehmen plant, bis Ende dieses Jahres eine Testrakete namens Taiga zu starten. Obwohl das genaue Datum noch nicht bekannt ist, soll dieser Flug die technischen Möglichkeiten des neuen Werks in der Praxis demonstrieren. Gleichzeitig hat NordSpace bereits die Arbeit an einem noch größeren Projekt begonnen — dem Rocket Factory 2 (RF-2) Komplex. Dieses zweite Werk mit einer Fläche von 18.580 Quadratmetern wird auf die Produktion von Tempest-Raketen spezialisiert sein.

Die Tempest-Rakete ist ein wiederverwendbarer mittelschwerer Träger, der in der Lage ist, mehr als 5.000 Kilogramm Nutzlast in einen niedrigen Erdorbit zu befördern. Das Baugrundstück wurde bereits erworben, und die Arbeiten sollen in der zweiten Jahreshälfte beginnen. Dieses Projekt könnte Kanada zu einem ernstzunehmenden Akteur auf dem globalen Weltraummarkt machen.

Derzeit bildet NordSpace ein vertikal integriertes System, das aus drei Hauptstandorten besteht:

  • RF-1 in Markham: Zentrum für Engineering, Produktion und Missionssteuerung;
  • Area 66 in Ost-Ontario: Testgelände für Raketentriebwerke;
  • Atlantic Space Complex (ASX) in Neufundland und Labrador: der eigene Weltraumbahnhof des Unternehmens.
Es ist anzumerken, dass der ASX-Weltraumbahnhof bereits die Umweltgenehmigungen der kanadischen Regierung erhalten hat und der Bau von zwei Startrampen im Gange ist. Durch diese Infrastruktur strebt NordSpace nicht nur die Deckung des eigenen Bedarfs an, sondern auch den Export von Hochtechnologiedienstleistungen an Partnerstaaten. Solche Projekte beweisen erneut die wachsende Bedeutung des Privatsektors bei der Erschließung des Weltraums.

Zamin.uz zu Google hinzufügenLesen Sie «Zamin» auf Telegram!
Discuss with Zamin AIAnalyze the news, get useful answers

Kommentare 0

Ähnliche Nachrichten