80 Jahre altes Schiff des Dritten Reichs taucht aus der Donau auf

Infolge eines drastischen Wasserstandsabbaus der Donau in Serbien sind erneut Überreste eines deutschen Kriegsschiffs aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs an die Oberfläche gekommen. Dies berichtete die The Telegraph Publikation.
Berichten zufolge wurden die Schiffswracks in der Nähe des serbischen Dorfes Prahovo entdeckt und gehören zu den Kriegsschiffen, die Teil der deutschen Donauflottille waren. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, während des Vormarschs der Sowjetarmee, wurde dieses Schiff von den Truppen des Dritten Reichs absichtlich versenkt.
Historischen Angaben zufolge versenkten deutsche Truppen das Schiff im September 1944 im Rahmen der „Donau-Elfe“ Operation. In diesem Zeitraum wurden insgesamt über 200 Schiffe und Schuten versenkt, was dazu führte, dass die Schifffahrt in diesem Abschnitt der Donau bis Kriegsende völlig zum Erliegen kam.
Expertenbetonen, dass die langanhaltende anomale Hitze und schwere Dürre in Europa zu einem Rekordtiefstand des Wasserstands in der Donau geführt haben. Aus diesem Grund sind historisch bedeutsame Kriegsschiffe, die zuvor unter Wasser lagen, wieder sichtbar geworden. Bis April hatten Fachleute sieben Schiffe aus dem Flussbett geborgen, während die Arbeiten zur Bergung des achten Schiffes in der Vorbereitungsphase sind.
Die Bergungsarbeiten werden mit höchster Vorsicht durchgeführt, da nach wie vor die Möglichkeit besteht, dass sich Minen und Blindgänger an Bord der Schiffe befinden. Daher werden sie vor dem Heben aus dem Wasser gründlich von Tauchern und Pionieren untersucht. Große Schiffe werden nicht im Ganzen, sondern in Einzelteile zerlegt aus dem Wasser geholt.

Um das Donau-Fahrwasser zu räumen und die Schifffahrt zu sichern, unterstützt auch die Europäische Union das Projekt finanziell. Insbesondere hat die Europäische Kommission für diese Arbeiten einen Zuschuss von 16,5 Millionen Euro gewährt, während die Europäische Investitionsbank weitere knapp 14 Millionen Euro bereitgestellt hat. In der ersten Phase planen Experten insgesamt 21 gesunkene Schiffe aus dem Wasser zu bergen.
Einige Schiffe von großer Größe und schwerer Beschädigung lassen sich jedoch nicht vollständig heben. Daher könnten einige von ihnen nach der Entschärfung in tieferen Abschnitten des Flussbetts wieder vergraben werden.
Schätzungen serbischer Behörden zufolge verursacht die durch die gesunkenen Schiffe eingeschränkte Schifffahrt in diesem Gebiet der Wirtschaft des Landes jährlich Schäden von über 5 Millionen Euro .
Gleichzeitig hat der Rekordtiefstand des Wasserstands in der Donau auch Ungarn schwer getroffen. Es wird berichtet, dass aufgrund der abnehmenden Wassermenge im Fluss auch die vorübergehende Abschaltung des einzigen Atomkraftwerks des Landes in Erwägung gezogen wird.

















Kommentare 0
…