Neue Kulturcluster und Bildungsreformen werden auf den Weg gebracht

In Usbekistan werden bedeutende Initiativen umgesetzt, die darauf abzielen, den Bereich Kultur und Kunst auf eine neue Ebene zu heben. Ab dem 1. Juli 2026 ist geplant, in der Republik Karakalpakistan, allen Provinzen sowie in der Stadt Taschkent versuchsweise jeweils ein Kulturcluster im Format eines „Kultur-Hotels“ (Madaniyat mehmonxonasi) zu errichten.
Das Hauptziel dieser innovativen Projekte besteht darin, das kulturelle Leben in den Regionen zu aktivieren, Kunstschaffende zu unterstützen und das Spektrum kultureller Dienstleistungen für die Bevölkerung zu erweitern. Durch die Cluster im Format „Kultur-Hotel“ soll eine moderne und komfortable Infrastruktur für Kunst, Kreativität, Bildung und verschiedene kulturelle Veranstaltungen geschaffen werden. Dies wird wiederum dazu beitragen, neue Talente zu entdecken und zu fördern.
Gleichzeitig werden auch im Bildungssystem erhebliche Neuerungen eingeführt. Ab dem akademischen Jahr 2026–2027 wird der Unterricht an der Republikanischen Fachschule für Musik und Kunst sowie an der Republikanischen Fachschule für Estrada und Zirkus auf der Grundlage völlig neuer Berufsbildungsprogramme aufgenommen. Demnach werden eine zweijährige berufliche Grundbildung, eine sechsmonatige bis zweijährige mittlere Berufsbildung sowie eine mindestens zweijährige spezialisierte mittlere Berufsbildung eingeführt.
Darüber hinaus wurde festgelegt, an diesen Bildungseinrichtungen ein mit Bachelor-Studiengängen harmonisiertes Bildungssystem im „2+2“-Format zuzulassen. Dieses Format ermöglicht es den Studierenden, neben theoretischem Wissen auch praktische Fähigkeiten fundiert zu erwerben.
Im Rahmen des Beschlusses wurden auch die Aufnahmeverfahren für die spezialisierten Kunstschulen im System des Kulturministeriums klar definiert. Demnach werden Schüler für die Fachrichtung Musik ab der 5. Klasse aufgenommen, während die Aufnahme für die Fachrichtungen Tanz, Theater, Volkskunst sowie bildende und angewandte Kunst ab der 9. Klasse erfolgt.
An diesen Schulen werden die für Internatsschulen geltenden Vergünstigungen angewandt. Insbesondere werden die Bildungs- und Unterbringungskosten aus dem Staatsbudget gedeckt, während die Verpflegung durch staatliche Mittel und Elternbeiträge finanziert wird.
Eine weitere wichtige Neuerung ist, dass den Absolventen dieser Bildungseinrichtungen das Recht eingeräumt wird, eine Lehrtätigkeit an Musik- und Kunstschulen für Kinder auszuüben. Dies wird dazu beitragen, den Fachkräftemangel in der Branche zu beheben und neue Möglichkeiten für junge Spezialisten zu schaffen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die neuen Initiativen nicht nur den Kultursektor beleben, sondern auch das kreative Umfeld stärken und der künftigen Generation weitreichende Möglichkeiten eröffnen werden.
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