König Charles III. ernennt Andy Burnham zum neuen britischen Premierminister

Im Vereinigten Königreich hat ein Wechsel an der Regierungsspitze stattgefunden. König Charles III. hat den neuen Vorsitzenden der Labour Party, Andy Burnham, zum Premierminister des Landes ernannt. Er tritt die Nachfolge des zurückgetretenen Keir Starmer an.
Nur wenige Stunden nach seinem Amtsantritt erklärte Burnham, dass die Unterstützungspolitik für die Ukraine unverändert bleibe. Zudem führte er eines seiner ersten internationalen Telefonate mit US-Präsident Donald Trump.
Starmers zweijährige Amtszeit endet
Keir Starmer kündigte am 22. Juni seine Absicht an, als Vorsitzender der Labour Party und als Premierminister zurückzutreten. Er führte seine Amtsgeschäfte bis zur Wahl eines neuen Nachfolgers weiter und reichte am 20. Juli offiziell seinen Rücktritt beim König ein.
Anschließend empfing Charles III. Andy Burnham im Buckingham Palace und beauftragte ihn mit der Bildung einer neuen Regierung. Damit wurde der ehemalige Bürgermeister von Greater Manchester zum siebten britischen Premierminister innerhalb des letzten Jahrzehnts.
Unterstützung für die Ukraine geht weiter
Der neue Premierminister nannte auch eine seiner ersten außenpolitischen Prioritäten. Burnham kündigte an, mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu sprechen, um zu versichern, dass sich Londons Haltung gegenüber Kiew nicht geändert habe.
„Ich werde Präsident Selenskyj heute unmissverständlich klarmachen, dass es keine Änderungen gibt. Ich unterstütze ihn zu hundert Prozent, genau wie Keir Starmer es getan hat“, so Burnham.
Experten hatten bereits zuvor darauf hingewiesen, dass Großbritannien die militärische und politische Unterstützung für die Ukraine fortsetzen und an seinen NATO-Verpflichtungen sowie den strategischen Beziehungen zu den USA festhalten werde.
Erstes Gespräch mit Trump
Berichten zufolge führte Burnham sein erstes internationales Telefonat als Premierminister mit US-Präsident Donald Trump. Dabei wurden die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern sowie Sicherheits- und Energiefragen erörtert.
Der neue Premierminister lud Trump zum G20-Gipfel ein, der für 2027 in Manchester geplant ist. Dies unterstreicht Burnhams Absicht, den engen Dialog mit Washington in der Außenpolitik aufrechtzuerhalten.
Was sind Burnhams erste Aufgaben?
In seiner ersten Rede in der Downing Street nannte Andy Burnham die Linderung der Lebenshaltungskostenkrise, die Stärkung der Regionen durch mehr Befugnisse und die Reform der öffentlichen Dienste als seine Hauptziele.
Er hat zudem mit der Bildung seines neuen Kabinetts begonnen. John Healey wurde zum Finanzminister und Ed Miliband zum Außenminister ernannt, während Shabana Mahmood Innenministerin bleibt.
Die ersten Entscheidungen der Regierung Burnham zielen darauf ab, den wirtschaftlichen Druck im Land zu mindern und die politische Ausrichtung der Labour Party nach der Ära Starmer neu zu definieren. Das wichtigste außenpolitische Signal wurde bereits gesetzt: Die britische Hilfe für die Ukraine wird auch unter dem neuen Premierminister fortgesetzt.


















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