Künstler entfachen Steuerdebatten: Minister äußert sich

In Usbekistan ist ein weiteres wichtiges Thema im Kulturbereich auf die Tagesordnung gekommen. Am 21. April äußerte sich der Kulturminister Ozodbek Nazarbekov in einem offenen Dialog zu einer neuen Regelung für die Besteuerung von Künstlern. Seine Worte gaben nicht nur den Kreativen, sondern auch der breiten Öffentlichkeit zu denken.
Wie der Minister betonte, zahlen Sänger und Künstler, die mit Konzertaktivitäten beschäftigt sind, derzeit praktisch Steuern. Das Problem ist jedoch, dass einige Künstler sich dieses Prozesses nicht bewusst sind. Das heißt, obwohl sie Zahlungen aus verschiedenen Quellen leisten, akzeptieren oder verstehen sie dies nicht als Steuer.
„Dies ist noch keine bestätigte Entscheidung, nur ein Entwurf. Während der Diskussionen zeigten einige Künstler ihre mangelnde Kenntnis der Steuervorschriften. Tatsächlich zahlt jeder – sowohl von Hochzeiten als auch von Konzerten. Die Frage ist nur, ob dieses Steuersystem korrekt und gerecht ist“, erklärte der Minister.
Gleichzeitig kritisierte er das Konzept der Steuerverweigerung scharf. Seiner Meinung nach sollte diese Frage nicht diskutiert, sondern als Pflicht betrachtet werden. Denn gerade durch Steuern werden Frieden, Bildung und wirtschaftliche Stabilität im Land gewährleistet.
„Hier sollte keine Debatte darüber geführt werden, ob wir Steuern zahlen oder nicht. Jeder zahlt, es gibt niemanden, der keine Steuern zahlt. Man sollte sich schämen zu sagen: ‚Ich zahle keine Steuern‘. Heute schlafen Sie wegen der Steuern ruhig, Ihre Kinder gehen zur Schule, Sie betreiben Ihr Geschäft gelassen“, erklärte Nazarbekov.
Es wird mitgeteilt, dass gemäß der neuen Regelung, die vom Justizministerium ausgearbeitet wurde, ab dem 1. September 2026 alle Konzert- und Unterhaltungsdienste über die mobile Anwendung „Soliq“ (Steuer) offiziell registriert werden. Das neue System funktioniert nach dem Prinzip „eine Dienstleistung – eine Zahlung“.
Gemäß diesem Mechanismus wird die Einkommensteuer der Künstler einen festen Betrag haben und je nach ihrem Rating berechnet. Der Steuerbetrag kann von 0,25 bis zum 3-fachen des Basisberechnungswerts (BHM) reichen. Bei Nichteinhaltung der Regeln sind erhebliche Geldstrafen vorgesehen.
Natürlich werden diese Neuigkeiten nicht von allen gleichermaßen aufgenommen. Einige Künstler äußern ihren Widerspruch. So äußerte sich auch Volkskünstlerin Yulduz Usmonova scharf zu diesem Thema und löste lebhafte Diskussionen in der Öffentlichkeit aus.
Laut statistischen Daten haben im Jahr 2025 728 Sänger Steuererklärungen über ihre Einkünfte eingereicht. Ihr Gesamteinkommen überstieg 3 Milliarden 728 Millionen Sum, wovon über 437 Millionen Sum Steuern berechnet wurden.
Es ist ersichtlich, dass ein Bedarf besteht, die Ordnung in diesem Sektor weiter zu verbessern und das System zu vereinfachen. Die neuen Regeln zielen genau auf diesen Zweck ab. Nun zur wichtigsten Frage: Werden diese Reformen für die Künstler wirklich bequem und gerecht sein? Die Zeit wird diese Frage beantworten.