US Air Force erweitert Frachtvertrag mit Blue Origin

US Air Force erweitert Frachtvertrag mit Blue Origin

Das Air Force Research Laboratory (AFRL) hat seine Partnerschaft im Bereich der Raumfahrttechnologie ausgebaut und den Wert des Vertrags mit Blue Origin nahezu verzehnfacht. Laut ixbt.com wurde die Finanzierung um weitere 11,7 Millionen Dollar aufgestockt, womit sich der Gesamtwert auf rund 13 Millionen Dollar beläuft. Dies berichtete Ixbt.com berichtet.

Das Hauptziel dieses Projekts besteht darin, die Möglichkeiten zu untersuchen, militärische Fracht mithilfe kommerzieller Raketenträger in weniger als einer Stunde an jeden Punkt der Erde zu liefern. Experten betonen, dass diese Initiative die Logistikprozesse in Zukunft grundlegend verändern und eine wichtige Rolle bei der Gewährleistung von Schnelligkeit in Notsituationen spielen wird.

Punkt-zu-Punkt-Lieferkonzept

Im Rahmen des Projekts müssen die Spezialisten von Blue Origin die technischen Anforderungen und Missionsparameter für ein Point-to-Point-Schema festlegen, das den Frachttransport per Rakete zwischen zwei Bodenpunkten vorsieht. Anstelle mehrstündiger oder mehrtägiger Transporte über traditionelle Luft- oder Seewege ist geplant, die benötigte Fracht in nur einer Stunde an ihr Ziel zu bringen.

Derzeit sind diese Forschungs- und Entwicklungsarbeiten bis Oktober 2027 angesetzt. Gemäß den Vertragsbedingungen sind die Erstellung eines fertigen Liefersystems oder praktische Testraketenstarts jedoch noch nicht vorgesehen. Im Rahmen eines schrittweisen Ansatzes werden lediglich eingehende Forschungen, technologische Analysen und konzeptionelle Entwicklungen durchgeführt.

REGAL-Programm und Zukunftspläne

Dieses Projekt wird im Rahmen des vom AFRL geleiteten REGAL-Programms (Rocket Experimentation for Global Agile Logistics) umgesetzt. Durch diese Initiative bewertet die Militärbehörde die Aussichten für die Einführung kommerzieller Raketentechnologien für Logistikzwecke. Bemerkenswert ist, dass neben Blue Origin auch Unternehmen wie Anduril Industries, Sierra Space und Rocket Lab eine Finanzierung erhalten haben.

Als wichtigste technische Plattform in dieser Richtung gilt die wiederverwendbare New Glenn-Rakete der schweren Klasse. Diese Rakete absolvierte ihren ersten Orbitalflug im Januar 2025 und schloss danach drei weitere Orbitalmissionen erfolgreich ab.

Dennoch wurden die Flüge aufgrund einer Störung vorübergehend ausgesetzt, die am 28. Mai 2026 während von Standprüfungen auf dem Testgelände in Florida aufgetreten war. Obwohl bei diesem Vorfall Ausrüstung der Startrampe beschädigt wurde, plant Blue Origin, die Flüge der New Glenn-Rakete noch vor Ende dieses Jahres wieder aufzunehmen.

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