Stirling sorgt für Sensation: Blachowicz in Runde 1 gestoppt

Der zweite Co-Main-Event der UFC Fight Night 283 in Belgrad endete mit einer riesigen Sensation. Der neuseeländische Kämpfer Navaho Stirling feierte den größten Sieg seiner Karriere, als er den ehemaligen Halbschwergewichtschampion Jan Blachowicz in der ersten Runde durch technischen Knockout besiegte.
Der 28-jährige Kämpfer nahm den Kampf kurzfristig an und machte den großen Erfahrungs- und Ranglistenunterschied wett. Vor dem Kampf lag Blachowicz auf Rang 4 der Division, während Stirling den 9. Platz belegte.
Ein Schlag veränderte den Kampf komplett
In der Auftaktrunde suchten die Kämpfer im Stand vor allem die Distanz. Während Blachowicz auf seine Erfahrung und harte Kicks setzte, übte Stirling mit Schnelligkeit und Beweglichkeit Druck auf seinen Gegner aus.
In der entscheidenden Szene brachte der Neuseeländer Blachowicz mit einem schweren Treffer aus dem Gleichgewicht und zwang ihn zum Rückzug durch das Oktagon. Als der Pole zu Boden ging, setzte Stirling im Ground-and-Pound nach und fügte ihm einen schweren Cut im Gesicht zu. Der Ringrichter brach den Kampf ab, da eine Fortsetzung zu gefährlich schien.
Damit fertigte Stirling, der kurzfristig eingesprungen war, den ehemaligen Champion direkt in der ersten Runde ab.
Letzte drei Kämpfe – drei technische knockouts
Der Sieg in Belgrad war Stirlings dritter vorzeitiger Sieg in Folge in der UFC. Zuvor hatte er bereits Bruno Lopes und Ion Cutelaba durch Schläge gestoppt.
Nach dem Erfolg gegen Blachowicz wuchs Stirlings Siegesserie in der UFC auf sechs Kämpfe an. Er ist in der Organisation weiterhin ungeschlagen und nähert sich nun den Top 5 des Halbschwergewichts.
Dieser Sieg verwandelt ihn von einem normalen Talent in einen ernsthaften Anwärter im Titelrennen. Schließlich traf der 28-jährige Athlet zum ersten Mal auf einen topgerankten ehemaligen Champion und zeigte trotz großen Drucks eine souveräne Leistung.
Blachowiczs sieglose Serie hält an
Der 43-jährige Jan Blachowicz feierte seinen letzten Sieg im Mai 2022, als er Aleksandar Rakic in der dritten Runde durch TKO bezwang, nachdem sich der Gegner am Knie verletzt hatte.
Seither holte der polnische Kämpfer gegen Magomed Ankalaev und Bogdan Guskov ein Unentschieden und verlor nach Punkten gegen Alex Pereira sowie Carlos Ulberg. Durch die Niederlage gegen Stirling wuchs seine sieglose Serie auf fünf Kämpfe an – 3 Niederlagen und 2 Unentschieden.
Blachowicz hatte sich 2020 durch einen Knockout gegen Dominick Reyes den UFC-Titel im Halbschwergewicht gesichert. Danach verteidigte er den Gürtel erfolgreich gegen Israel Adesanya, ehe er ihn 2021 an Glover Teixeira verlor.
Eigentlich sollte Blachowicz gegen Guskov kämpfen
Für das Event in Belgrad war ursprünglich ein Rückkampf zwischen Jan Blachowicz und dem Usbeken Bogdan Guskov geplant. Ihr erstes Aufeinandertreffen im Dezember 2025 endete mit einem Mehrheitsentscheid unentschieden.
Nachdem sich jedoch Khalil Rountree verletzt hatte, wurde Guskov für einen großen Kampf gegen Magomed Ankalaev eingeplant. Blachowicz blieb ohne Gegner, und Navaho Stirling sprang kurzfristig als Ersatz ein.
Durch den Gegnerwechsel verpasste Guskov den Rückkampf in Belgrad, während Stirling die Chance seines Lebens bekam – und das Maximum daraus machte.
Ein neuer Herausforderer im Halbschwergewicht ist da
Einen so erfahrenen und hochgerankten Gegner wie Blachowicz in der ersten Runde zu stoppen, dürfte Stirling endgültig in die Elite der Division katapultieren. Nun könnte er auf einen Kämpfer aus den Top 5 oder einen anderen Titelanwärter treffen.
Für Blachowicz ist die Lage deutlich komplizierter. Nach einer sieglosen Serie von über vier Jahren stellt sich für den Ex-Champion die Hauptfrage: noch ein Kampf oder eine wegweisende Karriereentscheidung?
In Belgrad wurde eines klar: Navaho Stirling ist kein Zukunftstalent mehr, sondern eine reale Macht im Halbschwergewicht, mit der jeder rechnen muss.
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