Sollte Cristiano Ronaldo für die portugiesische Nationalmannschaft zurücktreten? Boateng äußert sich deutlich

Nach den ersten Spielen Portugals in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026 sind die Diskussionen um den Kapitän und legendären Stürmer Cristiano Ronaldo erneut entbrannt. Nach dem 1:1-Unentschieden gegen die DR Kongo betonen viele Experten, dass es an der Zeit sei, die Rolle des 41-jährigen Stars in der Startelf zu überdenken. Laut Goal.com berichtet die Seite.
Kevin-Prince Boateng, ehemaliges Mitglied der ghanaischen Nationalmannschaft und Ex-Spieler von AC Milan und Barcelona, sagte in einem Interview mit SBS Sport offen, dass Ronaldos aktueller Zustand das Spiel der Mannschaft negativ beeinflusse. Boateng ist der Meinung, dass der Al-Nassr-Stürmer im Interesse des Teams Platz für jüngere Spieler machen und die Rolle eines Ersatzspielers akzeptieren sollte.
Taktischer Druck und Mannschaftsspiel
Laut Boateng fühlen sich die anderen Mitglieder der portugiesischen Nationalmannschaft nicht frei, wenn Cristiano Ronaldo auf dem Platz steht. Wie Goal.com berichtet, erklärte der ehemalige Fußballer, dass Ronaldos Präsenz eine taktische "Anziehungskraft" erzeuge, wodurch seine Mitspieler sich gezwungen fühlen, den Ball in jeder Situation nur an ihn zu passen."Um ehrlich zu sein, wenn Ronaldo ein echter Teamplayer wäre, würde er beiseite treten und den Jungen den Weg ebnen. Portugal wird ohne ihn zu einer besseren Mannschaft. Wenn er im Zentrum steht, ist der Druck sehr hoch, weil jeder ihm den Pass zuspielen will", sagte Boateng in seinem Interview.
Solche Kritiken sind nicht neu. Auch bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar zeigte Portugal seine glanzvollste Leistung ausgerechnet im Spiel gegen die Schweiz, als Ronaldo auf der Ersatzbank saß. Damals war eine deutliche Steigerung der Offensivkraft und Dynamik der Mannschaft zu beobachten.
Eine neue Rolle: Das Spiel von der Bank aus entscheiden
Kevin-Prince Boateng betonte, dass er Ronaldos Erfolge respektiere, man jedoch die Realität des Alters anerkennen müsse. Seiner Meinung nach wäre es für Roberto Martinez vorteilhafter, seinen Kapitän verstärkt in der Schlussphase des Spiels einzusetzen."Wenn Portugal im Turnier weiterkommen will, glaube ich, dass Ronaldo beiseite treten muss. Er sollte anderen die Chance geben zu spielen und selbst in den letzten 15-20 Minuten eingewechselt werden, um mit seiner Erfahrung den Unterschied zu machen. Er ist nicht mehr der Ronaldo von früher", fügte der Experte hinzu.
Bisher unterstützt Portugals Cheftrainer Roberto Martinez Ronaldo in dieser Angelegenheit weiterhin voll und ganz. Doch je näher die nächste Weltmeisterschaft in Nordamerika rückt, desto mehr Fragen zu der körperlichen Verfassung des 41-jährigen Stürmers und seinem Beitrag zum Mannschaftsspiel werden zunehmen.

















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