Erste Taikonautin aus Hongkong verändert sich im All: China zeigt neue Aufnahmen

Erste Taikonautin aus Hongkong verändert sich im All: China zeigt neue Aufnahmen

Neue Videoaufnahmen von Chinas Raumstation Tiangong haben weltweite Aufmerksamkeit erregt. Die Bilder zeigen eine deutliche Veränderung im Aussehen von Lai Ka-ying, der ersten Taikonautin in der Geschichte Hongkongs, insbesondere eine Schwellung im Gesichtsbereich. Dies wird als natürlicher Prozess im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Mikrogravitation auf den menschlichen Körper bewertet. Dies berichtet Ixbt.com Nachrichten.

Experten erklären, dass sich die Körperflüssigkeiten aufgrund der fehlenden Erdanziehungskraft im Weltraum umverteilen. Auf der Erde fließt die Flüssigkeit nach unten, in der Umlaufbahn steigt sie jedoch nach oben in Richtung Kopf und Gesicht. Infolgedessen wirken die Gesichter der Astronauten vorübergehend geschwollen und rundlich. Auch Lai Ka-yings Haare stehen in der Schwerelosigkeit nach oben.

Wissenschaftliche Mission auf der Raumstation

Derzeit führt Lai Ka-ying gemeinsam mit dem Kommandanten Zhu Yangzhu und dem Taikonauten Zhang Zhiyuan planmäßige Aufgaben durch. Die Crew ist seit drei Wochen im Orbit. In dieser kurzen Zeit haben sie die Übergabe der Station mit dem Raumschiff Shenzhou-21 abgeschlossen, die Rotationsprozesse beendet und erfolgreich das Abkoppeln des bemannten Raumschiffs Shenzhou-22 durchgeführt.

Einer der wichtigsten Schritte der Mission war die Installation von Geräten außerhalb der Station für die Strahlenbiologie-Forschung. Dies ist der vierte große Einsatz in diesem Bereich, der die Auswirkungen kosmischer Strahlung auf lebende Organismen untersuchen soll.

Die Taikonauten platzierten drei wichtige experimentelle Proben im Weltraum:

  • Nanoenzyme;
  • Aktinomyzeten (Strahlenpilze);
  • Pflanzensamen.

Diese biologischen Proben werden fünf Monate lang den extremen Bedingungen des Weltraums ausgesetzt sein, einschließlich starker Strahlung und Temperaturschwankungen. Wissenschaftler planen, durch dieses Experiment wertvolle Daten über die langfristigen Auswirkungen kosmischer Strahlung auf biologische Objekte zu gewinnen.

Solche Forschungen sind für künftige Langzeit-Weltraumflüge der Menschheit, insbesondere für Missionen zur Besiedlung anderer Planeten, von entscheidender Bedeutung. Diese wissenschaftlichen Studien im Rahmen des chinesischen Raumfahrtprogramms sollen einen großen Beitrag zur Weltraumbiologie leisten.

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